| "Die Nacht", mit der eine Ära begann |
|
Gleichzeitig aber schien
der rührige Boschulte einen weniger guten Namen bei einigen damaligen
Sportfunktionären zu haben, denn diese machten ganz offen keinen Hehl
aus ihrer ablehnenden Haltung gegenüber den sportlichen Ideen aus
Borgholzhausen. So war damals die Geburt der "Nacht von Borgholzhausen"
für Friedhelm Boschulte ganz gewiss ein Wagnis, welches allein auf
den Erlebnishunger der aktiven Läufer baute. Und Boschulte behielt
mit seiner Idee und seinem Feeling für die laufsportliche Seele seiner
Heimat voll und ganz recht. Begeistert schrieb bereits nach der ersten
Veranstaltung die Läuferzeitschrift Spiridon:" Eine neue Laufidee
ist gefunden worden, eine Idee, die ihren Weg machen wird."
unbestreitbaren Zusammenhang an, dass genau in den Jahren als die "Nacht von Borgholzhausen" ihren allerorts begeistert kommentierten Blitzstart gerade hinter sich hatte, die ersten großen Stadtmarathonläufe in Frankfurt und Berlin geboren wurden. Die heute mächtigen Organisatoren der Stadtmarathons mögen diesen Ideenzusammenhang vielleicht vehement abstreiten, wer aber damals bereits voll im ostwestfälischen Laufsport steckte, der kann sich ganz gewiss noch daran erinnern, was man sich zu dieser Zeit auf unseren Start- und Zielplätzen erzählte: " Stadtmarathon, das ist doch das Gleiche auf Marathonbasis, was die Borgholzhausener bei ihrer "Nacht" auf kürzerer Distanz entdeckt und entwickelt haben. Ehre wem Ehre gebührt, und so dürfen Friedhelm Boschulte und die tatkräftigen Frauen wie Männer seines inzwischen stattlichen Teams nicht nur stolz darauf sein, einen guten Lauf 30 Jahre lang erfolgreich getragen zu haben. Sie mögen sich auch zu Recht als die Initiatoren eines inzwischen prächtig entwickelten Zweigs des Laufsportes fühlen, als die richtungsweisenden Pioniere der Cityläufe. Möge dieser Zweig unseres Sportes noch lange Zeit weiterblühen so wie auch das ganz Besondere an dieser "Nacht von Borgholzhausen" weiterhin ungebrochen bleiben möge.
Peter Gehrmann |
|||

