Home arrow Duathlon & Triathlon arrow Presse arrow IRONMAN Austria: Solbads Triathleten in Form

IRONMAN Austria: Solbads Triathleten in Form Drucken

Blattschuss für den Forstwirt
(Westfalenblatt v. 15.07.2008)

Klagenfurt: Ermshausens sensationelle Steigerung - strahlende Debütanten Aus Klagenfurt berichtet Gunnar Feicht.

Regen, Blitz und Donner, stechender Sonnenschein: Die Kärntner Wetterküche lässt nichts aus. Aber für Jörg Ermshausen ist dieser 13. Juli der schönste Tag seiner Sportlerlaufbahn. Bei seinem vierten Ironman-Triathlon verbessert sich der 47-jährige Wertheraner in Klagenfurt um fast eineinviertel Stunden auf 10:02:49.»Damit habe ich nie im Leben gerechnet.« Ermshausen ist selbst fast sprachlos über die Zeit, nachdem ihn Tochter Juliane strahlend über die Ziellinie geleitet hat. »Dass sie mir unterwegs einen Kuss gegeben und mich so laut angefeuert hat, das hat bestimmt mitgeholfen. Denn die letzten Laufkilometer waren richtig hart. Aber ich habe mir eingehämmert: Du musst jetzt das Tempo halten.« Juliane (10), die Anfang Juni in Versmold selbst schon ihren ersten Triathlon geschafft hat, ist stolz auf den Papa. 3,8 km Schwimmen im Wörthersee und im Lendkanal, 180 km Rad fahren (zwei Runden mit je 425 Höhenmetern) und 42,195 km Laufen - dass er bei seinem vierten Ironman die alte Bestzeit (11:14 in Zürich) pulverisiert hat, kann Jörg Emshausen auch abends kaum fassen: »Wegen einer Wadenverletzung konnte ich sieben Wochen kein richtiges Lauftraining machen. Aber die Physiotherapeuten bei Markus Majer in Werther haben das super hingekriegt.« Blattschuss für den Leiter der Forstverwaltung in Bethel - der Hobby-Triathlet vom LC Solbad ist beim Ironman Austria unter 2265 »Finishern« als Erster aus dem sechsköpfigen Aufgebot der heimischen »Eisenmänner« im Ziel. Ursprünglich sollten es acht sein, doch Lutz Barkey(Knieprobleme) und ganz kurzfristig auch Routinier Karl-Heinz Wallmeier (entzündeter Ischiasnerv) müssen passen. Dafür erfüllen sich zwei Debütanten ihren Triathlon-Traum: Andreas Klein-Soetebier (35) aus Werther und der Solbader Reiner Vemmer (54) haben nach den Strapazen der härtesten aller sportlichen Herausforderungen sogar noch Kraft für einen Freudensprung über die Ziellinie.»Das war mein Wetter«, strahlt Klein-Soetebier. Als der Asphalt nach einem lang anhaltenden Gewitterguss in den letzten zwei Stunden in der Sonne dampft, behält er dennoch fast sein Tempo bei, läuft den abschließenden Marathon in guten 3:48 Std.. Sein Trainingsfleiß hat im Vorfeld sogar Gerrit Imkemeyer von der »Bauidee Werther GmbH« zur Unterstützung des Projekts Ironman durch einen Sponsorenvertrag motiviert.Gestoppt hätte den ehemaligen Radrennfahrer fast die Fahrradtechnik: Nach einem Platten kurz nach dem Wechsel auf zwei Räder »zerstört« er vor lauter Aufregung das Spezialventil, muss einen neuen Schlauchreifen auf die Felge kleben und verpasst so die Chance auf eine Zeit unter zehn Stunden. Ein Ironman muss neben Schmerzen auch Rückschläge und Hindernisse verdrängen können.Das ist Reiner Vemmer mit verbissener Willensstärke gelungen: »Vor einigen Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich so etwas schaffen würde. Mehr als elf Stunden unter voller Belastung - das kann man in der Vorbereitung nicht simulieren. Aber Aufgeben wäre nie in Frage gekommen«, sagt der hagere Kämpfer - die extreme Nervosität der Tage zuvor ist vergessen. Soeben hat er Tochter Marina per Handy von der erfolgreichen Mission berichtet. Die Leistungsschwimmerin hat erheblichen Anteil an der guten Leistung des Seniors, leitet alle zwei Wochen das Solbad-Schwimmtraining.Resultate aus Klagenfurt (Gesamtplatzierung Männer/Frauen zusammen): 369.(26. M45) Jörg Ermshausen 10:02:49 Std. (57:49-5:08:58-3:46:06 - ohne Wechselzeiten); 590. (124. M30) Marius Wallmeier 10:25:45 (58:04-4:55:31-4:22:50); 593. (155. M35) Andreas Klein-Soetebier 10:26:00 (1:03:36-5:26:59-3:48:15); 713. (128. M40) Michael Raabe 10:38:32 (1:01:40-5:24:01-4:05:39); 1125. (47. M50) Reiner Vemmer 11:18:37 (1:11:19-5:52:59-4:00:51); nach ca. 30 km der Laufstrecke aufgegeben:Christian Bossow (1:03:33-4:57:19)

 
< zurück   weiter >

© 2012 LC Solbad Ravensberg