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Ironman Austria und Challenge Roth Drucken

(Haller Kreisblatt v. 16.07.2008) 

 

Linse und Ermshausen die schnellsten Eisenmänner

Triathlon: Zehn Männer und eine Frau aus dem Altkreis kommen bei Ironman-Rennen in Roth und Klagenfurt ins Ziel

Altkreis Halle (helm). Wer ein echter Ironman sein will, muss einen eisernen Willen und einen Körper aus Stahl haben – zehn Männer und eine Frau aus dem Altkreis Halle tragen diesen Titel seit Sonntag zu Recht. Auch wenn es am Ende keiner von ihnen den Sprung zur WM nach Hawaii schaffte, bei den renommierten Triathlon-Wettbewerben in Roth und Klagenfurt bewiesen sie, dass der Kampf gegen Wind, Wetter und den inneren Schweinehund über quälend langen Distanzen von 3,8 Kilometern im Wasser, 180 auf dem Rad und 42,195 zu Fuß sehr wohl zu gewinnen ist.

Für Kevin Linse (34) und seine Freundin Bettina Stüllein (32) war diese Erfahrung völlig neu. Erst im dritten Jahre widmen sich die Wertheraner dem Triathlon, bevor sie sich dem TSVE Bielefeld anschlossen, waren sie reine Hobbyläufer. In Roth trauten sich Linse und Stüllein erstmals an einen Wettbewerb über die Langdistanz.

Beide hielten durch beim weltweit größten Langstrecken-Triathlon – und sogar mehr als das: In der Männerwertung löste Linse seinen Teamkollegen Peter Voß aus Steinhagen ab, der in den beiden vergangenen Jahren jeweils als bester Altkreisstarter zurückgekehrt war: In 10:05:21 Std. belegte er unter insgesamt 2048 Finishern den 265. Rang, in seiner Altersklasse landete er auf Platz 60, was er vor allem seiner starken Zeit auf dem Rad (5:14:04 Std.) zu verdanken hatte.

Weiter vorne rangierte auch Bettina Stüllein: 11:39:11 Stunden Platz 89. unter 241 Frauen, 22. in ihrer Altersklasse. „Damit habe ich nie gerechnet“, gibt sie zu – zumal prasselnder Regen in Kombination mit dem Fahrtwind den Athleten auf der Radstrecke arg zugesetzt hatte. „Es war bitterkalt“, berichtet Bettina Stüllein. Den Spaß am Extrem-Wettkampf hat das Wetter den Wertheranern aber nicht nehmen können, im Gegenteil: Noch vor ihrer Abreise aus Roth meldeten sich beide für das nächste Jahr an. „Da wollen wir mal sehen, ob es bei gutem Wetter noch etwas schneller geht“, sagt Stüllein.

Mit dem gleichen Ziel dabei sein wird dann auch wieder Peter Voß: Der 40-jährige Steinhagener hatte noch vor einigen Monaten eine Steigerung seiner persönlichen Bestzeit auf unter zehn Stunden ins Auge gefasst. „Leider konnte ich nicht so viel trainieren wie erhofft“, erklärt er, weshalb es diesmal »nur« zu 10:19:55 Stunden und Platz 391 (80. M40) reichte. Durch einen furiosen Endspurt im abschließenden Laufabschnitt (3:36:37 Std.) stellte Voß bei seinem dritten Start aber immerhin zum dritten Mal einen persönlichen Rekord auf.

Döpke macht weiter

Etwas schwächer als im Vorjahr schloss hingegen Oldie Jürgen Klitzke ab. Der M 55-Senior aus Steinhagen, ebenfalls im TSVE-Trikot unterwegs, überquerte nach 12:10:34 Std. die Ziellinie und landete als 1540. (20. M55) zwischen den beiden Startern vom LC Solbad Ravensberg: Reiner Döpke blieb als 1240. (317. M40) in 11:36:10 Std. hinter den eigenen Erwartungen zurück, ließ sich aber ebenfalls nicht entmutigen: Bereits in drei Wochen möchte er schon wieder beim Ostseeman in Glücksburg am Start stehen. Vereinskollege Jürgen Bischof lief nach 12:29:10 Std. als 1670. (265.M45) ein.

Dass der LC Solbad trotzdem ein positives Fazit des Triathlon-Großkampftages ziehen durfte, lag vor allem an Jörg Ermshausen: Der 47-jährige Wertheraner steigerte sich im ebenfalls von heftigen Wetterkapriolen geprägten Ironman jenseits der Alpen im österreichischen Klagenfurt um mehr als eine Stunde.

Nach 10:02:49 Stunden und Platz 374 (26. M45) der Gesamtwertung strahlte Ermshausen im Ziel mit drei weiteren Vereinskollegen um die Wette: Marius Wallmeier (124. M30/598. in 10:25:45 Std.), Andreas Klein-Soetebier (155. M35/601 in 10:26:00 Std.) und Reiner Vemmer (47. M50/1144. in 11:18:37 Std.) bewiesen ebenfalls, dass sie echte Eisenmänner sind.

 
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