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Triathlon-Nachlese: Versmold sammelt Pluspunkte Drucken

Versmold (guf). Der 7. Sparkassen-Triathlon hat den guten Ruf der Veranstalter-Gemeinschaft aus LC Solbad Ravensberg und Spvg. Versmold gefestigt. »Die Laufstrecke durch den Stadtpark ist einfach klasse, da kommt man immer wieder gerne nach Versmold«, sprach Bettina Stüllein vielen Teilnehmern aus der Sportlerseele. Die Polizeibeamtin, früher in Werther zuhause und 2009 Siegerin über die Sprintdistanz, war aus ihrem jetzigen Wohnort Münster angereist. In Versmold stimmt das Gesamtpaket. Triathlon-Hochburgen wie ASV Duisburg, TSVE Bielefeld und Mönchengladbacher TV schicken mittlerweile große Aufgebote in die Fleischerstadt, weil sie im Wettkampfzentrum Parkstadion/Freibad ideale Bedingungen antreffen.

Bei den Ausrichtern sind dennoch einige Fragen zu beantworten: Bleibt es beim Termin am Muttertag, der doch etliche potentielle Helfer vom Mitmachen abhält? Soll man die Veranstaltung um die Ausrichtung eines Liga-Wettbewerbs erweitern? Wie lassen sich kleine, aber ärgerliche Pannen wie die falsche Wegweisung bei einigen Schülertriathleten künftig vermeiden? Aus Sicht des NRW-Triathlon-Verbandes war es jedenfalls ein rundum gelungener Sonntag – »und ein absolut fairer Wettkampf«, wie Karl-Heinz Wallmeier betonte. Der frühere Solbader, am früheren Austragungsort Werther einer der »Väter« des LC-Triathlons, amtierte erstmals als Einsatzleiter der Kampfrichter.

Schön wäre es, wenn noch mehr einheimische Hobbysportler die Startgelegenheit nutzen würden. So wie die früheren Handballerinnen Ilka Eversmann, Sabine Brzoska (beide Union Halle) und Kerstin Blomeier (TG Hörste), die sich die Teilstücke als Staffel untereinander aufteilten. Oder wie die Versmolder Nachwuchs-Leichtathleten Jordan-Leigh Murar und Linda Hölscher. Oder wie Reitsportlerin Annemarie Bohnemeyer aus Versmold, die schon zum zweiten Mal beim Volkstriathlon dabei war: »Ich laufe regelmäßig und fahre mit dem Fahrrad zum Einkaufen«, berichtete sie schmunzelnd von ihrer Vorbereitung. 

Dabeisein ist alles – es müssen nicht immer Spitzenplätze sein. Das kann sich zuweilen auch in einer kuriosen Situation wie beim Staffelrennen äußern: Als Schwimmer Nils-Peter Uthmann, sonst Handballtorwart der Spvg. Versmold, in die Wechselzone einlief blickte er sich suchend um – keine Spur von Radspezialist Ortwin Zieting. Der hatte irgendwie seinen Einsatz verpasst, spurtete dann aber doch noch heran und führte das Trio »PeDF« gemeinsam mit Läufer Darren Johnson schließlich dank der zweitbesten Radzeit auf Platz zwei.

                                                                      (Aus: Westfalen- Blatt vom 10. Mai 2011 von Gunnar Feicht)

 
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