| Das ISTM im Presseecho |
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Hier die uns vorliegenden Presseberichte vom 3. Inline Short Track Meeting: aus dem Westfalenblatt am 18.02.2008:
Triumphe für Familie Naerger
Erfolgreiche LC-Skater in der Halle
Von Gunnar Feicht und Sören Voss (Text und Fotos)
Borgholzhausen (WB). »Zwei dritte Plätze beim Punktefahren und
Ausscheidungsrennen gegen die Männer damit hätte ich nicht gerechnet.«
Patrick Naerger und seine Schwester Janina vom Ausrichter LC Solbad
Ravensberg zählten zu den Positiv-Überraschungen beim Inline Short Track
Meeting in der Borgholzhausener Sporthalle. Der 15-Jährige gewann die
Juniorenwertung, seine zwei Jahr ältere Schwesterbesiegte in der
Frauenwertung sogar Favoritin Eva Duesterhaus (Büttgen), die
2007 den Westdeutschen Skating-Cup gewonnen hatte. Obwohl sie nach dem
Punktefahren, neben dem 200-m-Sprint und dem Ausscheidungsrennen die
zweite der drei Disziplinen, erhebliche Atemprobleme hatte, biss sich Janina auf
der 100-m-Runde in der Piumer Sporthalle zum Gesamtsieg durch. »Das war eine
echte Überraschung, auch Patrick hat sich ausgezeichnet geschlagen«, freute
sich LC-Coach Johannes Gerhards, der die sechsstündige Großveranstaltung
am Mikrofon moderierte.
Das Mammutprogramm für mehr als 90 Teilnehmer bot rasanten Sport und sah
weitere Solbad-Sieger vorn: Markus Pape hatte dem Heimspiel Vorrang
gegenüber einem Sichtungslehrgang beim Bundestrainer eingeräumt und
gewann alle drei Teildisziplinen. »Ich starte immer gerne bei Veranstaltungen
meines Vereins. Das war heute Teil der Saisonvorbereitung, ebenso wie
der Paderborner Osterlauf. Erstes großes Ziel ist Mitte April der Berliner
Halbmarathon«, sagte der deutsche Rekordhalter über 10 km. Nach dem
ersten Trainingstreff mit seinem neuen Team Rollerblade ist Pape optimistisch
für die Freiluftrennen: »Der Teamgeist stimmt, das bringt oft mehr als
Starbesetzung.«
Auch in den Ü30-Klassen setzten sich gestern zwei Solbader (Ralf Niemann
und Manuela Azzolini) an die Spitze. Für die Jugendrennen war Florian Berg,
Sohn der Bundestrainerin, aus Gera angereist. Die Teilnehmer kamen aus NRW,
Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Dänemark. »Auch die Anwesenheit
von drei Landesfachwarten zeigt, dass unsere Anstrengungen wahrgenommen
werden«, bilanzierte Johannes Gerhards. »Ich glaube man hat heute wieder gesehen,
was möglich wäre, wenn wir eine Freiluftbahn zur Verfügung hätten.«
Das Haller Kreisblatt schreibt am 19.02.2008: Borgholzhausen (cwk). Das 3. Inline Short Track Meeting (ISTM) – seine zweite Borgholzhausener Auflage nach Paderborn 2007 – bot vorgestern eine gelungene Mischung aus Lokalmatadoren und starken auswärtigen Gästen. Rund sechs Stunden lang rollten schnelle Speedskater aller Altersklassen um das mit Pylonen abgesteckte 100-Meter-Karree der PAB-Gesamtschulsporthalle, vier enge Kurven waren eine Herausforderung für die Fahrtechnik. Beide Hauptklassen brachten letztlich Siege für den Gastgeber LC Solbad Ravensberg. Während Markus Pape schon beim Auftakt, dem 200-m-Einzelsprint, keine Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen ließ, blieb der Damenwettbewerb zumindest bis zum Punkterennen über 1500 m spannend. Über 200 m hatte sich Lokalmatadorin Janina Naerger mit glatten 26 Sekunden klar vor der WSC-Cupsiegerin Eva Düsterhaus (26,51) durchgesetzt; über 1500 m aber wurde es eng, die Solbaderin sammelte schließlich einen Punkt mehr als ihre Kontrahentin aus Düsseldorf. Somit stand fest, dass ihr im dritten Rennen, der Ausscheidung über 3000 m, ein zweiter Rang reichen würde. Den behauptete sie dann auch problemlos; doch Eva Düsterhaus feierte hier ihren einzigen Teilerfolg. Gesamtdritte wurde Solbads Anika Warning. Bei den Seniorinnen stach der W40-Trumpf des LC: Manuela Azzolini startete mit 27,90 Sek. über 200 m und ließ auch bei den weiteren Wertungsläufen nichts anbrennen. Die weibliche Medaillenbilanz rundete Franziska Sabath als Jugend-Zweite ab. „Ich habe ja in der Halle kaum trainiert“, äußerte ein skeptischer Markus Pape vor seinem »Heimspiel«. Dann aber zeigte sich, dass der lange Borgholzhausener doch eine Nummer zu groß für die Gegnerschaft dieses Tages war. Mit 21,74 Sek. über 200 m distanzierte er seinen hier ebenfalls überzeugenden Vereinskollegen Florian Hanß (22,75/2.) um eine gute Sekunde. „Ganz zufrieden bin ich mit meinem Rennen aber nicht“, so Papc selbstkritisch, „die erste Runde war noch ganz ordentlich, in der zweiten bin ich etwas weggerutscht.“ Konzentriert sicherte sich der Langstreckenspezialist über 1500 m die maximale Punktzahl (14); am Ende jeder Wertungsrunde ließ er der Konkurrenz keine Chance. Seinen »Hattrick« komplettierte er im Ausscheidungsrennen über 3000 m. Erwartungsgemäß stand der A-Juniorenwettkampf im Zeichen des Duells zwischen den LC-Talenten Patrick Naerger und Marc Alexander Roos. Naerger sicherte sich mit 23,33 Sek. (Roos 23,61) gleich die bessere Ausgangsposition und blieb bis zum Schluss vorn. „Es lief nicht optimal, ich bin einfach nicht richtig ins Rennen gekommen“, bedauerte Roos nach dem Punkterennen, während Naerger mit seiner Leistung zufrieden war und später noch die Ausscheidung dieser Klasse gewann. Einen »Durchmarsch« mit der idealen Platzziffer 3 legte auch LC-Senior Ralf Niemann hin. Dritter unter den elf angetretenen Oldies wurde Reimund Diekmann; als ältester Teilnehmer kam auch der 66-jährige Solbader Neuzugang Baldur Schlingemann (Rang 8) gut über die Runden.
(cwk). Bei Johannes (»John«) Gerhards liefen auch diesmal alle Fäden zusammen. Solbads Abteilungsleiter und Trainer behielt die Übersicht – als Organisator wie als Moderator am Mikrofon. Er stellte die Asse des 3. ISTM vor, informierte über die Regeln, über bisherige Erfolge der Favoriten und trug dazu bei, dem Fachpublikum auf der Tribüne die Spannung der einzelnen Rennen zu vermitteln und die Akteure zu motivieren. Wichtig war dem Inlinesport-Förderer Gerhards die starke Präsenz junger und jüngster Talente: „Wenn wir zu zwei Dritteln den Nachwuchs am Start haben, dann sind wir auf dem richtigen Weg.“ Vor allem für Schülerinnen und Schüler ist das Wettkampfangebot in der Halle rar, hier schließt das ISTM eine Lücke. „Dass es von so vielen Vereinen aus anderen Landesverbänden angenommen wird, bestätigt uns“, freut sich der »Macher«. Die jungen Spitzenkräfte aus Dänemark hatten nicht zuviel versprochen. Jugendsieger Lucas Hofstede und seine bei den A-Schülerinnen erfolgreiche Klubkameradin Asta Thorgersen beeindruckten mit Technik und Kondition. Gut angenommen wurden auch die Seniorenwettbewerbe; in den Hauptklassen hätte man sich noch etwas größere Felder gewünscht, hier bestimmte nicht Quantität, sondern Qualität das Geschehen. Wer im Innenraum stand und sich – beim Einlaufen oder Wettkampf – von den rasanten Skatern umkreisen ließ, empfand zuweilen ein leichtes Schwindelgefühl. Höchste Tempoentwicklung auf engstem Raum, ein Kontrastprogramm zu den Langstreckenrennen draußen auf der Straße. Das Speedskating ist vielseitig und variantenreich, deshalb muss auch das ISTM nicht um seine Zukunft bangen. |
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