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SPEEDSKATING: Erfolg in Duisburg, Pech in Frankfurt

                Borgholzhausen (cwk). Speedskater Markus Pape (LC Solbad Ravensberg) löste seine Doppelaufgabe innerhalb von drei Tagen mit Bravour. Doch nachdem er Sonntag in Duisburg ganz souverän den NRW-Marathontitel gewonnen hatte, wurde er vorgestern in Frankfurt zum Pechvogel: Beim 73-km-Rennen »Rund um den Henninger-Turm« folgte er kurzzeitig der Radstrecke, die hier und da vom Inliner-Kurs abwich.

Der Veranstalter hatte den Zeitplan nicht optimal koordiniert und so fuhr die vierköpfige Spitzengruppe mit Pape auf die Radsportler auf. Sie hatte sich bei Kilometer 30 – nach einer Attacke des deutschen Meisters Bernhard Krempel – aus einer Gruppe von etwa zwanzig Fahrern gelöst. In Führung liegend, orientierte sich Markus Pape falsch, musste zurückfahren und einen deutlichen Rückstand aufholen, bevor er mit hohem Kraftaufwand zur Verfolgergruppe aufschloss. Mit gut zwei Minuten Rückstand auf den Sieger wurde er in 1:59:43 Std. noch Sechster und trug zur guten Bilanz seines Expert Race Teams bei (Plätze 3, 4, 6 und 7).

     Beim Duisburger Rhein-Ruhr-Marathon fuhr der Solbader als einziger Deutscher in einem Führungstrio, das sich schon zur Hälfte abgesetzt hatte und das Rennen schließlich mit zwei Minuten Vorsprung unter sich ausmachte. „Da Markus den Großteil der Tempoarbeit im Wind verrichtet hatte, fehlten am Ende die entscheidenden Reserven“, analysierte der als Oberschiedsrichter eingesetzte LC-Trainer Johannes Gerhards. Dennoch, NRW-Meister Pape durfte mit »Silber« in der offenen Wertung zufrieden sein. Nach 1:12:27 Std. lag er »brutto« nur eine Sekunde hinter dem Belgier Jimmy Pierloot zurück; auf Rang 3 folgte der Holländer Willem Het mit sechs Sekunden Differenz.

     NRW-Vize wurde der mehr als zwei Minuten langsamere Alexander Mier, dem Florian Hanß (1:14:37) als Fünfter mit nur zwei Sekunden Rückstand folgte. Hanß, Gesamtzwölfter unter 406 »Finishern« und noch dazu Landesvizemeister in der Klasse M30, bestätigte damit seine gute Form.

     Eine überraschend starke Leistung gelang auch dem 16-jährigen Marathondebütanten Marc Alexander Roos: In 1:21:27 Std. avancierte er auf Anhieb zum schnellsten A-Junior und wurde in der NRW-Gesamtwertung Siebzehnter vor so manchem namhaften Konkurrenten. Eine weitere Medaille in der Landesmeisterschaft gewann Seniorin Manuela Azzolini (1:33:25) als W40-Dritte. Der Zuspruch ließ bei diesen Titelkämpfen leider zu wünschen übrig. Keine Ausnahme machte da auch der LC Solbad, sein relativ kleines Team musste den gewohnten Spitzenplatz im Medaillenspiegel den Düsseldorfer Speedskatern überlassen.

                Weitere LC-Einzelergebnisse (NRW-Wertung) – Männer: 33. Dirk Rüter (12.M30) 1:22:56 Std., 43. Reimund Diekmann (12.M40) 1:23:14, 75. Henning Roos (15.M50) 1:34:22.
 
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