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Papes Attacke nicht belohnt - Haller-Kreisblatt Drucken

SPEEDSKATING: Doppelmarathon-DM im Dauerregen

                Prezelle/Borgholzhausen (cwk). Die deutschen Speedskating-Titelkämpfe im Doppelmarathon (84 km) fielen förmlich ins Wasser: Dauerregen machte die Straßen um die zwischen Salzwedel und Wittenberge gelegene Ortschaft Prezelle so rutschig, dass diese DM zu einer harten Prüfung wurde. Markus Pape (LC Solbad Ravensberg) zählte zu den aktivsten Fahrern im 137 Starter zählenden Männerfeld, sah aber seine Angriffe und Tempoverstöße am Ende nicht angemessen belohnt.

1500 Meter vor dem Ziel setzte der 24-jährige Borgholzhausener im Stile des Tour-Radrennfahrers Fabian Cancellara eine letzte, Erfolg versprechende Attacke. Er löste sich aus der Spitzengruppe, die sich in der Schlussrunde auf zwanzig Fahrer reduziert hatte; doch dann startete die Konkurrenz doch noch einen Konter und fing Pape 200 Meter vor der Ziellinie ab. Der hatte den großen Erfolg vor Augen, musste sich letztlich aber mit dem 18. Rang in 2:35:52,85 Std. begnügen.

     Das über vier Runden ausgetragene Rennen war entscheidend durch mannschaftliche Interessen geprägt worden. Papes Expert-Race-Team wollte unbedingt seine Titel in der Hauptklasse und der M30 verteidigen und sorgte für schnelles Tempo. Gerade Markus Pape engagierte sich immer wieder und versuchte, die Gegner »mürbe« zu fahren. Im Schlusssprint profitierten Teamkollegen von seiner Führungsarbeit: Hinter dem neuen Meister Rico Keppeler (Großbettlingen, 2:35:40,05) holten die »Experts« den Vizetitel durch Oliver Engel und auch den Sieg in der stark umkämpften M30.

                Hier gab auch der Solbader Dirk Rüter (2:52:40,00/43.) seinen DM-Einstand im Doppelmarathon; der 37-Jährige sicherte sich in der Klassenwertung den 13. Rang unter 36 Jungsenioren. Auf nur vier Konkurrentinnen traf LC-Seniorin Marianne Niemann in der W50. Die hoch überlegene Münsteranerin Ursula Haselmann (3:09:19,95) konnte sie zwar nicht herausfordern; aber als Vizemeisterin in 3:33:59,25 Std. feierte sie einen Achtungserfolg. Um die W50-Silbermedaille hatte sich ein enger Kampf entwickelt, Ilonka Kaminski (Speedteam Alzenau) unterlag hier mit nur fünf Hundertstelsekunden Rückstand.
 
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