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aus dem Haller Kreisblatt:
SPEEDSKATING: Mit Traumzeit in die Top 30 gefahren
Berlin/Borgholzhausen (cwk). Ein Top-20-Rang in Berlin war sein hochgestecktes,
dann aber relativ knapp verpasstes Ziel. Richtig freuen aber durfte sich Markus
Pape, der erfolgreichste Speedskater des LC Solbad Ravensberg, über seine
Weltklasse-Marathonzeit: Mit 1:00:36 Std. blieb er nur eine Sekunde über dem
neuen nationalen Rekord, den Felix Rijhnen (1:00:35) als bester Deutscher in
diesem denkwürdigen Rennen aufstellte.
Nach vollen Sekunden kamen
freilich drei weitere deutsche Top-Skater mit dieser Zeit in die Wertung:
Victor Wilking (19.), Toni Deubner (25.) und Stefan Rumpus (27.), dem Pape auf
Rang 29 folgte. Zwischen beiden lag übrigens ein renommierter Belgier, Kwinten
Tas. Den extremen Zielsprint einer großen Gruppe gewann in 1:00:33 Std. der
US-Amerikaner Joey Mantia, der mehr als zwanzig WM-Titel auf seinem sportlichen
Konto hat.
Noch ein halbes Dutzend Fahrer aus Europa und Südamerika
erscheinen mit der Zeit des Siegers in der Ergebnisliste. Berlin gilt weltweit
als größter Inline-Marathon, im Eliterennen »finishten« Samstag 253 Männer. Und
der bisherige Streckenrekord aus dem Jahr 1999 (1:01:08 Std.) wurde gleich massenhaft
unterboten.
„Sauschnell war’s“, lautete Markus Papes erster knapper Kommentar
noch ganz unter dem Eindruck dieses Rennens, das Maßstäbe setzte. Später konnte
er sich über den persönlichen Erfolg freuen und ihn einordnen: „Das hier war
mein bestes Weltcup-Ergebnis.“ Bei idealen Wetter- und Streckenbedingungen
hatte er eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 42 km/h herausgefahren – der
Zielsprint brachte sogar Tempi bis zu 60 km/h.
„Die komplette Weltelite machte während des Rennens enormen
Druck. Ich habe versucht, immer im Vorderfeld der 94-köpfigen Spitzengruppe zu
bleiben, um mich Ausreißversuchen anschließen zu können“, berichtet der
Borgholzhausener. Fluchtgruppen aber konnten bei diesem Tempo nicht erfolgreich
sein, alles spitzte sich auf das Zielfinish zu. Als fünftbester Deutscher
konnte Pape hier seine Klasse beweisen.
Ob er künftig noch einmal die Chance bekommt, bei ähnlichen
Bedingungen diese stolzen 1:00:36 Std. anzugreifen, muss sich zeigen.
Vielleicht bleibt die Zeit, aus persönlicher und regionaler Sicht, ein »Rekord
für die Ewigkeit«. Jedenfalls geht Pape jetzt mit gestärktem Selbstvertrauen in
sein Saisonfinale am Wochenende beim Köln-Marathon; dort sind aber vor allem
Helferdienste für seinen Berliner Teamkollegen Albrecht Döring gefragt.
Manuela Azzolini, vor einer Woche zur W40-Klassensiegerin in der
German Blade Challenge avanciert, war mit 1:20:19 Std. (Rang 33 im so genannten
Fitnessrennen) die schnellste Solbaderin. „Die willkürliche und fragwürdige
Startblockeinteilung in Berlin hat hier bessere Zeiten als im Rennen der Weltcup-Elite
gebracht“, relativierte LC-Abteilungsleiter Johannes Gerhards.
Weitere LC-Ergebnisse: Frauen:
78. Elke Vogt (im Eliterennen gestartet) 1:25:55 Std., 98. Eva Kötter 1:26:31,
167. Janine Vetter 1:30:30, 319.Melanie Krause 1:36:18. – Männer: 253. Reimund Diekmann 1:20:05, 259. Ralf Niemann 1:20:06,
757. Henning Roos 1:27:17, 873. Torsten Baltrusch 1:29:00.
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