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Papes Triumph beim Ruhrmarathon - Haller-Kreisblatt Drucken

SPEEDSKATING: Den Titelverteidiger bezwungen / Kierzkowski Dritte

     Essen/Borgholzhausen (cwk). Nach Pech, Verletzungen und nicht immer »standesgemäßen« Ergebnissen in der frühen Saison brachte sich Speedskater Markus Pape (LC Solbad Ravensberg) am Wochenende wieder eindrucksvoll ins Gespräch – mit dem Erfolg in einem bedeutenden Rennen: Der 25-Jährige gewann den 6. Essener Karstadt-Ruhrmarathon vor 1379 Konkurrenten. Einen Podestplatz bei den Frauen sicherte sich seine Vereinskollegin Karolina Kierzkowski als Dritte.

Nach dem Start in Oberhausen rollten die Inliner, die ein sehr anspruchsvoller und selektiver Kurs durchs Revier erwartete, zunächst noch über feuchte Straßen. Solbads Trainer und Abteilungsleiter Johannes Gerhards, hier als Oberschiedsrichter eingesetzt, sah vom Motorrad aus ein taktisch geprägtes Rennen mit einem Mix aus Stehversuchen und Sprintattacken.

 pape_karstadt08    Eine fünfköpfige Spitzengruppe bildete sich heraus; zur ihr zählten gleich vier Skater vom Team X-Tech 08, so dass sich Markus Pape als Einzelkämpfer gegen eine Phalanx behaupten musste. Doch er nutzte seine Chance, konnte schließlich die größeren Reserven mobilisieren und sich in 1:17:59 Std. gegen die Übermacht durchsetzen. Zweiter mit einer Sekunde Rückstand wurde Vorjahrssieger Michael Puderbach, der 2007 noch Papes Mannschaftskollege war.

     Der Solbader entschädigte sich dafür, dass er damals seine Sprintqualitäten in einem zu engen Zielkanal nicht entfalten konnte und »nur« Sechster wurde. Diesmal hatte er das bessere Ende für sich. Die weiteren Fahrer des Spitzenquintetts, unter ihnen Andreas Beulertz (Westfalia Rhynern/3.), lagen mit je 1:18:05 Std. schon ein paar Sekunden zurück.

     Das Frauenrennen bestimmte eine Sechsergruppe, in der auch Karolina Kierzkowski fuhr. Am Ende betrug der Vorsprung dieser Ausreißerinnen mehr als acht Minuten. Der Sieg ging die Niederländerin Mayke Exterkate (1:30:05 Std.); nur zwei Sekunden mehr benötigten die zweitplatzierte Groß-Gerauerin Vanja Juric und die Solbaderin, die in 1:30:07 zeitgleich mit Juric, aber fünf Sekunden vor der nächsten Skaterin Bronze gewann.

     „Mit diesem hervorragenden Platz hat Karolina erneut bewiesen, dass sie zu den besten Straßenfahrerinnen in NRW gehört“, lobte John Gerhards. Ein Kompliment verdiente sich aber auch wieder Manuela Azzolini (1:41:00), die sich als Neunte von 116 Frauen ebenfalls einstellig platzierte und schnellste W40-Seniorin war. Schon am Fronleichnamstag geht’s wieder auf die Bahn und um die Landestitel, das kommende Wochenende gehört dann dem nächsten WSC-Cuprennen in Köln.

                Weitere LC-Ergebnisse vom Ruhrmarathon: 25. Ralf Niemann 1:31:30 Std., 28. Reimund Diekmann 1:32:17, 106. Olaf Strothmann 1:43:52, 135.Torsten Baltrusch 1:46:41.

 

 
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