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SPEEDSKATING: Erneuter Triumph für Markus Pape / Christina Musielak beim Comeback zweitschnellste Frau

                Paderborn/Borgholzhausen (cwk). Mit dem bloßen Auge war nicht zu erkennen, ob Markus Pape seinen siebten Inliner-Sieg beim Paderborner Osterlauf unter Dach und Fach gebracht hatte. Das Duell mit Erwin Bergen, seinem Teamkollegen von den »Experts in Speed«, mündete in einen ganz engen Zielsprint mit kaum wahrnehmbarer Differenz. Schon bald konnte Rennsprecher Wolf-Dieter Poschmann Zeitgleichheit (je 36:27 Min.) verkünden, den Sieger aber noch nicht nennen.

„Hat Markus Pape den siebten Sieg in Folge errungen – oder ist seine seit 2001 anhaltende Serie gestoppt worden?“ Offiziell löste sich diese Frage erst nach Auswertung des Zielfilms auf – zu Gunsten des Solbaders. Der war sich freilich schon sicher, die Rollen knapp vorn gehabt zu haben. „Wir wollten den Spurt schon ausfighten“, verriet er, „sonst wär’s für die Zuschauer ja auch langweilig geworden.“ Der Vorsprung des rasanten Tandems vor dem Lübecker Patrick Pelka betrug fast zwei Minuten, beim Speedskating eine Ewigkeit.

     Vor knapp zwölf Monaten, als in Paderborn die traditionelle 10-km-Distanz durch den Halbmarathon ersetzt wurde, hatte Markus Pape mit 36:52 Min. ein erstes Strecken-Maß gesetzt; Bergen benötigte zwei Sekunden mehr und wurde Fünfter. Jetzt trieben sich beide zu ihren fast eine halbe Minute schnelleren Zeiten. Anfangs galt die Absprache, sich »ruhig« zu verhalten. Als sie in der ersten von zwei Runden zur Eisenbahnbrücke zurückkamen, fuhr Bergen eine Attacke. „Dann bin ich nachgesprungen, um die Lücke zu schließen, nachdem die Verfolger abgeschüttelt waren“, berichtet Pape.

     Die nächsten Solbader sah man in einer Verfolgergruppe, am Ende platzierte sich ein zeitgleiches Quartett des Vereins in je 38:54 Min. zwischen Rang 17 und 24: Simon Wannagat, Matthias Kositzke, Marc Alexander Roos als zweitschnellster Jugendlicher und M30-Jungsenior Florian Hanß. Neben Roos mischten zwei weitere LC-Junioren, Nico Albersmann (40:43/3.) und Patrick Naerger (40:49/4.), vorn mit und waren daran beteiligt, dass das von Wannagat angeführte »rollenshop-junior-team« derzeit den 3. Rang im Westdeutschen Speedskating-Cup (WSC) belegt, übrigens gleichauf mit dem älteren Team um Hanß und Kositzke.

     Freude hatte Solbads selbst aktiver Coach Johannes Gerhards auch an seinen Skaterinnen. Christina Musielak, vor zwei Jahren 10-km-Siegerin in Paderborn und zuletzt mehr als ein halbes Jahr pausierend, feierte ein  gelungenes Comeback: In glatten 47:00 Min. unterlag sie nur der Gülser Moselskaterin Melanie Becker (46:58). Mehr als zufrieden durfte auch Elke Vogt sein. Die Jungseniorin benötigte nur fünf Sekunden mehr als Christina Musielak und fuhr unter 95 Teilnehmerinnen auf einen starken 5. Rang.

     Zwei weitere Top-Ten-Plätze durch Clarissa Gerber (47:10/7.) nach kaum überstandenem Bänderriss und die unverwüstliche W40-Seniorin Manuela Azzolini (47:11/8.) rundeten eine eindrucksvolle Solbader Bilanz ab. Zudem übernahm das Juniorinnentrio Clarissa Gerber, Anika Warning und Janina Naerger die Führung im WSC-Cup. Leider gab es in Paderborn Irritationen um die teilweise große Differenz zwischen Brutto- und Nettozeiten. Der Start erfolgte in drei zeitlich gestaffelten Gruppen; für die letzteren wurde die Uhr offenbar nicht zurückgesetzt.

 

LC-Ergebnisse

     Männer: 1. Markus Pape 36:27 Min., 17. Simon Wannagat 38:54, 21. Matthias Kositzke 38:54, 22. Marc Alexander Roos (2.MJug) 38:54, 24. Florian Hanß 38:54, 30. Dirk Rüter 40:38, 39. Nico Albersmann (3.MJug) 40:43, 43. Patrick Naerger (4.MJug) 40:49, 53. Johannes Gerhards (M50) 41:52, 61. Reimund Diekmann 43:28, 101. Bernhard Bittner 47:36, 104. Henning Roos 47:56, 112. Uwe Wulf 49:06, 113. Norbert Hartig 49:15 (brutto 49:21), 128. Heinrich Deppenwiese-Pohl 48:12 (brutto 50:55).

                Frauen: 2. Christina Musielak 47:00 Min., 5. Elke Vogt 47:05, 7. Clarissa Gerber 47:10, 8. Manuela Azzolini (W40) 47:11, 22. Anika Warning 48:37, 31. Eva Kötter 49:17, 34. Janina Naerger (2.WJug) 50:30 (brutto 51:16), 36. Marianne Niemann (W50) 49:25 (brutto 51:23), 39. Gabi König 50:30 (brutto 52:28).

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