1. Internationales Masters-Kriterium 2007 in Groß-Gerau Drucken

 

ein Bericht von Manuela Azzolini

Um es vorweg zu nehmen - es war eine absolut gelungene, faszinierende,
spannende, professionelle und damit wiederholungswürdige Veranstaltung!
Alle Teilnehmer waren begeistert und froh dabei gewesen zu sein! Auch
das Wetter war auf unserer Seite - einzig die zahlreichen agressiven
Mücken waren negativ zu bewerten!

 

Dieses erste Masters-Kriterium orientierte sich ganz eng am großen
internationalen Frühjahrskriterium (welches 2008 sein 30jähriges
Bestehen feiert!).
Der große Unterschied war eben, dass diesmal nur die Masters, also die
AK30-AK70 SportlerInnen im Mittelpunkt standen und die volle
Aufmerksamkeit und Wertschätzung erfuhren.
Die gesamte Veranstaltung wurde auf gewohnt professionelle, witzige und
freche Weise von Oliver Lohr und Roland Klöß moderiert. Die
Schiedsrichter - angeführt von Barbara Fischer höchstpersönlich - achteten
auf faire und regelkonforme Wettkämpfe!
Wenn auch die Teilnehmerzahl noch etwas gering war, so hatte sich doch
ein internationales Feld an Skatern zusammengefunden. Und die Wettkämpfe
zeigten, dass es durchaus berechtigt war, den Fokus einmal nur auf die
Altersklassen zu richten. Es wurden in allen AKs spannende Rennen
geboten, tolle Leistungen gezeigt und einige neue Altersklassenrekorde aufgestellt!
Am Samstagmorgen begann alles mit dem Sprintcup über 300m. Nicht alle
anwesenden Teilnehmer hatten sich entschieden, auch diese kurze Distanz
zu laufen - dennoch waren alle Altersklassen besetzt! Mein Start und
auch das erste Drittel der Strecke liefen garnicht rund - so wurde es
weder eine gute Zeit und auch "nur" der zweite Platz in der AK40. Anschließend
folgte die für Groß-Gerau traditionelle Eröffnung des Kriteriums und
danach ging es dann richtig los! Zunächst auf die Kurzstrecke über 1000m. Hier lief vom
Start weg alles gut, vielleicht etwas zuviel Führungsarbeit aber keiner
wollte so recht nach vorne - dann der Zielsprint. Es war verdammt knapp aber es
hatte gereicht - Platz 1 mit einer Rolle Vorsprung! Weiter ging es dann
mit dem 3000m Punkterennen. Das anstrengenste Rennen überhaupt. In jeder
Runde gab es Punkte für den ersten 2 und für den 2 einen. So wurde das
Rennen über 9 Runden in jeder Runde mit einem Sprint beendet -
letztendlich reichten die erkämpften Punkte dann aber nur für Platz 2.
Also lag die Entscheidung am nächsten Tag beim 3000m Ausscheidungsrennen. Hier wurde
die AK30 und AK40 zusammen gestartet, um genügend Starterinnen zum
Ausscheiden zu haben! Es gelang mir in den ersten Runden ganz vorne
mitzufahren und damit kein Risiko der Ausscheidung einzugehen. Die letzten beiden
Runden ging es dann für die letzten 6 Starterinnen um die Plätze. Und es
kam wie befürchtet: die AK30iger zogen das Tempo enorm an und die Gruppe
teilte sich zunächst in 2 dreier Gruppen. Wir waren eine AK30 und 2
AK40iger. Zusammen mit Eri (AK30) gelang es mir, das Tempo ebenfalls zu
erhöhen und so meine Konkurrentin abzuhängen und das Rennen zu gewinnen.
Damit stand es 2 zu 1 - ich hatte die Premiere des Masters-Kriteriums in
der AK40 gewonnen!
Doch damit nicht genug: zusätzlich zu diesen Disziplinen gab es noch
Staffelrennen in allen möglichen Kombinationen! Erwachsene mit Kindern,
AK-Mix, Männer und Frauen und das ganze natürlich vereinsübergreifend. Für die
meisten eine eher ungewohnte wenn nicht sogar unbekannte Form des
Wettkampfes waren die Staffeln an Spaß und Spannung kaum zu überbieten
und gaben das Sahnehäubchen der Veranstaltung ab! Ich startete zuerst
in einer AK-MIX Staffel zusammen mit Eri Koch (AK30) und Karin Stangl
(AK50). Wir belegten - auch mangels Masse - den ersten Platz bei den
Frauen konnten aber ganz gut mit den anderen Staffeln mithalten, die durchweg
aus Männern bestanden! Die reine AK40 Staffel setzte sich dann zusammen
aus Christel Kreiner, Margit Morgiel und mir. Auch hier waren wir wieder
die einzige reine Frauenstaffel und traten gegen gemischte Staffeln an.
Da reichte es dann "nur" für den 3.Platz - aber eben doch wieder auf dem
Treppchen! Und Spaß hat es gemacht - auch Barbara Fischer war ganz
begeistert!
Tja, wie gesagt - es war eine absolut geniale Veranstaltung. Durch die
eher geringe Teilnehmerzahl hatte diese Premiere sicherlich auch ihren
Reiz, es war alles recht überschaubar und stressfrei! Am Samstagabend gab es
eine Cocktailbar, eine kleine Party (zusammen mit der Mainzer
Skatenight), es gab im Rahmenprogramm Rennen für Breitensportler der AKs
sowie einige Läufe für die ganz Kleinen!
Es soll 2008 auf jeden Fall eine Fortsetzung geben - hoffentlich
entscheiden sich dann mehr Masters für die Teilnahme! Ihr habt wirklich
was verpasst!
 
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