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Würden bei der Deutschen Meisterschaft der Einzelstrecken auch Medaillen für die Gesamtwertung vergeben, Patrick Naerger hätte die Bronzemedaille gewonnen! Als Gesamtdritter verfehlte er einen Podestplatz in der Einzelwertung über 500 m und 10.000 m Punkte/Ausscheidung denkbar knapp mit dem 4. Rang.

Der Traum von einer Medaille blieb zwar unerfüllt, das Ziel wurde dennoch mehr als erreicht. Die Vorgabe lautete, mindestens einmal unter die ersten fünf zu kommen, zwei vierte Plätze waren die Ausbeute.
Patrick gehört damit zu den besten drei deutschen Speedskatern der Altersklasse Junioren A. Die vor ihm platzierten Christopher Horn (Groß Gerau) und Richard Bittner (Großenhain) verfügen bereits über internationale Erfahrungen und sind seit langem erfolgreiche Bahnfahrer. Naerger trainiert dagegen hauptsächlich auf den Straßen in Ostwestfalen und zwar erst seit etwa vier Jahren. Der ganze Wurf ist halt nicht gelungen aber auch über die virtuelle Bronzemedaille der Gesamtwertung aus 5 Rennen (7. im 300 m Einzelsprint in 28,571 sec, 4. über 500 m in 46,433; 4. im Punkte/Ausscheidungsrennen 2 P. in 17:08,532; 8. über 5000 m in 8:10,973 und 7. über 1000 m in 1:34,540) darf sich der 17jährige mit Recht freuen, bedeuten sie doch sportlich seinen bisher wichtigsten Erfolg.
Vor und während der Rennen wurde Patrick von Florian Hanß betreut, Henning Roos und Johannes Gehards waren maßgeblich an der Organisation der Deutschen Meisterschaften für Jugend und Junioren beteiligt, die erstmals in Nordrhein Westfalen stattfand. Als Ausweichstätte stand die Eisschnelllaufbahn in Grefrath mit ihrer für Speedskater nicht idealen Rundenlänge von etwa 400 m zur Verfügung, da die einzige Rollschnellaufbahn in unserem Bundesland nicht bestimmungsgemäß genutzt werden kann - die zuständigen Duisburger Behörden haben dazu eine recht eigenwillige Vorstellung, auf die hier nicht weiter eingegangen werden soll. Der gastgebende Eisschnellaufverein EC Grefrath zeigte sich in höchstem Maße kooperativ, so dass am Ende selbst Skeptiker überzeugt waren und die Zusammenarbeit zwischen Eis- und Roll
schnellauf in neue Dimensionen vorstoßen kann, von der letztlich beide Sportarten profitieren werden.
Als weiterer Sportler vom LC Solbad war Leon Roos bei den B-Junioren mit im Rennen. Am Ende musste er alle anderen vorlassen und landete auf dem 25. Platz. Wichtige Erfahrungen konnte er dennoch sammeln, und im kommenden Jahr sieht es womöglich schon wesentlich besser aus. Auch Patrick Naerger hatte vor Jahren mal relativ bescheiden angefangen...

alle Ergebnisse: www.inlinespeedskaten.info

 
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