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LEICHTATHLETIK: OWL-Hallenmeisterschaften

Paderborn/Borgholzhausen (cwk). Bei den ostwestfälischen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften im Paderborner Ahornsportpark lief noch nicht alles rund. Vielen Startern merkte man an, dass sie noch auf der Suche nach ihrer Form waren und keine optimale Vorbereitung mitbrachten, weil Trainingsstätten wie z.B. die Bielefelder Seidensticker Halle während der Schulferien nicht zur Verfügung standen.

Auch die Jugendlichen des LC Solbad Ravensberg mussten noch manche Enttäuschung hinnehmen. Sascha Greshake trug seine knappe Hochsprung-Niederlage allerdings mit Fassung: „Ich muss erst wieder reinkommen“, meinte der 18-Jährige, dessen Ansprüche mit seinem 2,05-m-Sprung im August zwangsläufig gestiegen sind, durch die Bänderverletzung gleich darauf aber wieder gedämpft wurden. In Paderborn absolvierte er seinen ersten Hochsprungwettkampf seither – noch mit einer Stützbandage.

    Alleiniger Favorit war er ohnehin nicht, hatte doch der Lipper Julius Ladleif 2006 in der Seidensticker Halle (in Abwesenheit Greshakes) mit glänzenden 2,02 m gesiegt. Jetzt sprang er sicherer als der Solbader, der bei 1,80 m eingestiegen war, die 1,85 m ausließ und dann nach zwei Fehlversuchen über 1,88 m eine kritische Situation zu überstehen hatte. Im dritten Anlauf gelang es ihm, mit einem »Kraftsprung« im Wettbewerb zu bleiben. Technisch besser war sein gelungener Flop über 1,91 m. Höher kam auch Ladleif nicht mehr; doch er hatte weniger Fehlversuche aufzuweisen und verteidigte den Titel erfolgreich.

    Als Vierter über 60 m und Sechster über 200 m mischte Greshake, der sich innerhalb weniger Stunden ein großes Programm zumutete, auch in den Sprints mit. „Meine 200-m-Zeit von 23,73 Sek. war allerdings schwach“, urteilte er selbstkritisch. Richtig zufrieden durfte er mit seiner Leistung über 60 m Hürden sein. Dreimal die »Acht«: In 8,88 Sek. verpasste er den mit 8,87 vergebenen Titel nur um einen Wimpernschlag und bezwang hier seinen Hochsprungrivalen Ladleif (8,98/3.).

    Kugelstoßer Dennis Hofbüker, im Vorjahr mit 12,26 m erfolgreich, verteidigte vorgestern seinen Titel mit 12,95 m. Und das gegen einen Konkurrenten, der mit 13,67 m die bessere Weite aus der letzten Freiluftsaison mitbrachte: Christian Diekmann (SV Bünde-Ahle) bedrängte den Solbader zwar noch mit 12,90 m, kam aber nicht mehr vorbei.

    Dass Hochspringerin Johanna Scheller auf der obersten Stufe des Siegertreppchens stehen würde, hatte sie selbst am wenigsten erwartet. 1,48 m reichten ihr zum A-Jugendtitel vor der höhengleichen Bünder Stabhochsprungspezialistin Vanessa Kohmöller. Schade, dass die nächste Höhe 1,51 m nicht mehr ganz gelang: „Das wäre persönliche Bestleistung für mich gewesen.“ In der B-Jugend übersprang Ronja Schlink 1,50 m, wurde damit aber »nur« Vierte. Auf der schwierig zu springenden Weitsprunganlage, die in allen Klassen enttäuschende Leistungen brachte, gewann Jasmin Kreiensiek das interne LC Duell gegen Ronja Schlink und wurde Fünfte mit 4,86 m.

Hier die Ergebnisse

 
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