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Das Jahr 2006 war für das Jugendteam des LC eine kleine
sportliche Achterbahnfahrt. Es gab reichlich Tops, aber auch
den ein oder anderen
Flop. Am Ende fällt die Bilanz
überwiegend positiv aus, denn, anders
als bei einer Achterbahn,
lag das erreichte Ziel deutlich weiter oben
als der Start.
Zuständig für die Highlights war einmal mehr
Sascha Greshake.
Bei der Sportlerehrung im Gerry-Weber Event-Center hatte er
überraschend den zweiten Platz belegt und dabei im Interview
artig zu Protokoll gegeben, in Kürze die 2-Meter-Marke knacken
zu wollen. Er brauchte nicht lange zu warten, denn bereits wenige
Wochen später gelang ihm bei den Deutschen
Jugendhallenmeisterschaften in Leipzig das Kunststück. An
dieser Bestmarke musste er sich in der Freiluftsaison messen
lassen. Schnell erfüllte er die Erwartungen, als er beim
Pfingstsportfest in Bad Oeynhausen erneut die 2 Meter überquerte.
Praktisch im Vorbeigehen nahm er wenig später den Westfälischen
Fünfkampf-Titel mit.
Zum ganz
großen Sprung holte der 18 Jährige aber erst am Saisonende aus.
Beim
Mehrkampfmeeting in Borgholzhausen steigerte er seine alte
Bestmarke im
Hochsprung gleich zweimal. Mit den 2,01 m hatte er bereits
den
Altkreisrekord eingestellt. Die Mehrkampfregeln verlangten es, dass
um 4
Zentimeter gesteigert wurde. Und tatsächlich gelang ihm im dritten
Versuch
auch hier ein gültiger Sprung.
Das "Gütesiegel"
Altkreis-Rekord durfte sich auch
Jana-Sarina Ruhe an
den Trainingsanzug
heften. Im ersten Jahr in der
Juniorinnenklasse
setzte sie gleich im
Januar ein erstes
Ausrufezeichen. In Kamen wurde sie mit
34,36 m Westfälische
Winterwurf
Meisterin. Dann begann allerdings der
schwere Weg
der
Technik-Umstellung. Nach ihrem Kreuzbandriss hatte Jana
immer aus
einer
einfachen Drehung geworfen. Jetzt trainierte sie sich die
komplette
anderthalbfache Rotation an. Und es ging besser als erwartet.
Schon
in
Minden zeigten sich erste Erfolge, als sie mit 37,14 m
OWL-Meisterin wurde.
Bei den westdeutschen Frauenmeisterschaften schnitt sie
als 10.
(36,14) ab, bevor sie in Bielefeld bei den
Westdeutschen
Juniorenmeisterschaft zum großen Wurf ausholte. Auf 38,59 m
(Platz 6)
schleuderte sie das 1 kg schwere Gerät.
Neben diesen
herausragenden Resultaten gab es eine ganze Reihe von sehr
guten Leistungen.
Dennis Hofbüker wuchtete in seinem ersten
A-Jugendjahr die 6 kg-Kugel auf
13,56 m, womit er seinen Rekord mit der
5 kg-Kugel aus dem Vorjahr sogar
noch übertraf.
Julien Böhne unterbot bei den OWL-Meisterschaften gleich
zweimal die 12
Sekunden-Marke über 100 Meter. Mit seiner Bestleistung von
11,78 Sek.
machte er einen großen Schritt nach vorne.
Ronja Schlink und
Jasmin Kreiensiek machten am Saisonende mit guten
Weitsprung-Leistungen auf
sich aufmerksam. Ronja übersprang die
5-Meter-Marke mit 5,19 m, während
Jasmin sich zweimal bis auf
Haaresbreite näherte (4,95 m).
Nicht zu
vergessen sind die guten Mannschaftsergebnisse der
Siebenkämpferinnen Ronja,
Jasmin, Melina Kreft und Lena Gresselmeier.
Als Siebenkampf-Team belegen sie
in Westfalen Platz 8.
Die Männliche A-Jugend steht im Mannschafts-Zehnkampf
in Westfalen auf
Platz drei. Mit ihren 12.186 Punkten sind Sascha Greshake,
Dennis
Hofbüker und Sebastian Flörkemeier sogar in der Deutschen
Bestenliste
(Platz 29) vertreten.
Zehnkampf ist auch das Stichwort, wenn
man nach den Erfolgen der etwas
anderen Art sucht. Auf dem Gebiet der
Veranstaltungsorganisation hat
sich der LC mittlerweile einen Namen gemacht.
Das 2. Piumer
Mehrkampf-Meeting wurde trotz kleinerer Regenschauer zum
Erfolg. Hier
scheint sich eine gute Veranstaltung in Westfalen zu
etablieren.
Mit der neuen elektronischen Zeitmessanlage
hat der Verein gute
Möglichkeiten, um hochwertige Sportfeste auf die Beine zu
stellen.
Wobei nicht verschwiegen werden darf, dass eine neue
Stabhochsprungmatte
dringend nötig ist, wenn man in Sachen Mehrkampf die
Position stärken
möchte. Die marode Anlage sorgte dann auch für einen der
Tiefpunkte des
Jahres. Nur einen Tag nach seinem 2,05 m-Satz geriet Sascha
beim
Stabhochsprung in eine Fuge zwischen zwei Mattenteilen und knickte
um.
Diagnose: Bänderriss im Fußgelenk. Damit war für ihr die
Saison
gelaufen.
Mit chronischen Verletzungen an beiden großen Zehen
hatte Jasmin zu
kämpfen. Immer wieder musste sie das Training abbrechen.
Trotzdem biss
sie die Zähne zusammen, kämpfte sich durch ihren Siebenkampf
und so
manchen Sprint und Sprungwettbewerb. Letztlich war ihr guter
32,41
m-Speerwurf die beste Saisonleistung. Für eine Sprinterin
natürlich
frustrierend.
Was dem Nachwuchs gar nicht zu liegen schien,
waren Meisterschaften.
Obwohl Sascha zwar mit guten Leistungen die Saison
beschließt, so waren
seine Auftritte bei Titelkämpfen eher bescheiden. Bei
den Westfälischen
Jugend- (1,96 m, Platz 3), Westdeutschen Junioren- (1,94
m, Platz 3)
und den Deutschen Jugendmeisterschaften (1,95 m, Platz 11)
schnitt er
enttäuschend ab. Und es war nicht immer nur die weite und
verspätete
Anfahrt, wie nach Kreuztal, schuld.
Dort, bei den
Westfälischen Jugendmeisterschaften, gewann das Team
keinen Blumentopf.
Dennis, Ronja und Sascha schlugen sich weit unter
Wert. Einzig Julien machte
nach einer Woche Tauchurlaub über 100 Meter
eine ordentliche Figur.
Trotz der ein oder anderen Niederlage nimmt jedes Mitglied des
Jugendteam
mindestens einen Erfolg mit aus dem Jahr 2006. Das
Leistungsniveau hat sich
erhöht. Wir freuen uns auf 2007.
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