Home arrow Jugend/Schüler arrow Jahresrückblick der Gruppe von Gregor Winkler und Armin Ruhe

Jahresrückblick der Gruppe von Gregor Winkler und Armin Ruhe Drucken

Das Jahr 2006 war für das Jugendteam des LC eine kleine
sportliche Achterbahnfahrt.  Es gab reichlich Tops, aber auch
den ein oder anderen Flop.  Am Ende fällt die Bilanz
überwiegend positiv aus, denn, anders als bei einer Achterbahn,
lag das erreichte Ziel deutlich weiter oben als der Start.



Zuständig für die Highlights war einmal mehr Sascha Greshake.
Bei der Sportlerehrung im Gerry-Weber Event-Center hatte er
überraschend den zweiten Platz belegt und dabei im Interview
artig zu Protokoll gegeben, in Kürze die 2-Meter-Marke knacken
zu wollen. Er brauchte nicht lange zu warten, denn bereits wenige
Wochen später gelang ihm bei den Deutschen
Jugendhallenmeisterschaften in Leipzig das Kunststück. An
dieser Bestmarke musste er sich in der Freiluftsaison messen
lassen. Schnell erfüllte er die Erwartungen, als er beim
Pfingstsportfest in Bad Oeynhausen erneut die 2 Meter überquerte.
Praktisch im Vorbeigehen nahm er wenig später den Westfälischen
Fünfkampf-Titel mit.

Zum ganz großen Sprung holte der 18 Jährige aber erst am Saisonende aus.
Beim Mehrkampfmeeting in Borgholzhausen steigerte er seine alte
Bestmarke im Hochsprung  gleich zweimal. Mit den 2,01 m hatte er bereits
den Altkreisrekord eingestellt. Die Mehrkampfregeln verlangten es, dass
um 4 Zentimeter gesteigert wurde. Und tatsächlich gelang  ihm im dritten
Versuch  auch hier ein gültiger Sprung.  
Das "Gütesiegel" Altkreis-Rekord durfte sich auch Jana-Sarina Ruhe  an
den Trainingsanzug heften.  Im ersten Jahr  in der Juniorinnenklasse 
setzte sie gleich im Januar ein erstes Ausrufezeichen. In Kamen wurde sie mit
34,36 m Westfälische Winterwurf Meisterin. Dann begann allerdings der
schwere Weg der Technik-Umstellung. Nach ihrem Kreuzbandriss hatte Jana
immer aus  einer einfachen Drehung geworfen. Jetzt trainierte sie sich die
komplette anderthalbfache Rotation an. Und es ging besser als erwartet.
Schon in Minden zeigten sich erste Erfolge, als sie mit 37,14 m
OWL-Meisterin wurde.
Bei den westdeutschen Frauenmeisterschaften schnitt sie als 10.
(36,14) ab, bevor sie in Bielefeld bei den Westdeutschen
Juniorenmeisterschaft  zum großen Wurf ausholte. Auf 38,59 m (Platz 6)
schleuderte sie das 1 kg schwere Gerät.
Neben diesen  herausragenden Resultaten gab es eine ganze Reihe von sehr
guten Leistungen. Dennis Hofbüker  wuchtete  in seinem ersten
A-Jugendjahr die 6 kg-Kugel auf 13,56 m, womit er seinen Rekord mit der
5 kg-Kugel aus dem Vorjahr sogar  noch übertraf.
Julien Böhne unterbot bei den OWL-Meisterschaften gleich zweimal die 12
Sekunden-Marke über 100 Meter. Mit seiner Bestleistung von 11,78 Sek.
machte er einen großen Schritt nach vorne.
Ronja Schlink und Jasmin Kreiensiek  machten am Saisonende  mit guten
Weitsprung-Leistungen auf sich aufmerksam. Ronja übersprang die
5-Meter-Marke mit 5,19 m, während Jasmin sich zweimal bis auf
Haaresbreite näherte (4,95 m).
Nicht zu vergessen sind die guten Mannschaftsergebnisse  der
Siebenkämpferinnen Ronja, Jasmin, Melina Kreft und Lena Gresselmeier.
Als Siebenkampf-Team belegen sie in Westfalen Platz 8. 
Die Männliche A-Jugend steht im Mannschafts-Zehnkampf in Westfalen auf
Platz drei.  Mit ihren 12.186 Punkten sind Sascha Greshake, Dennis
Hofbüker und  Sebastian Flörkemeier  sogar in der Deutschen Bestenliste
(Platz 29) vertreten.
Zehnkampf ist auch das Stichwort, wenn man nach den Erfolgen der etwas
anderen Art sucht. Auf dem Gebiet der Veranstaltungsorganisation hat
sich der LC mittlerweile einen Namen gemacht.  Das 2. Piumer
Mehrkampf-Meeting wurde trotz kleinerer Regenschauer zum  Erfolg. Hier
scheint sich eine  gute Veranstaltung in Westfalen zu etablieren. 



Mit der neuen elektronischen  Zeitmessanlage hat der Verein gute
Möglichkeiten, um hochwertige Sportfeste auf die Beine zu stellen.
Wobei nicht verschwiegen werden darf, dass eine neue Stabhochsprungmatte
dringend nötig ist, wenn man  in Sachen Mehrkampf  die Position stärken
möchte.  Die marode Anlage sorgte dann auch für einen der Tiefpunkte des
Jahres. Nur einen Tag nach seinem 2,05 m-Satz geriet Sascha beim
Stabhochsprung in eine Fuge zwischen zwei Mattenteilen und knickte um.
Diagnose: Bänderriss im Fußgelenk. Damit war für ihr die Saison
gelaufen.
Mit chronischen Verletzungen an beiden großen Zehen  hatte Jasmin zu
kämpfen.  Immer wieder musste sie das Training abbrechen.  Trotzdem biss
sie die Zähne zusammen,  kämpfte sich durch ihren Siebenkampf und so
manchen Sprint und Sprungwettbewerb. Letztlich war ihr guter 32,41
m-Speerwurf  die   beste Saisonleistung. Für eine Sprinterin natürlich
frustrierend.
Was dem Nachwuchs gar nicht zu  liegen schien, waren Meisterschaften.
Obwohl Sascha zwar mit guten Leistungen die Saison beschließt, so waren
seine Auftritte bei Titelkämpfen eher bescheiden. Bei den Westfälischen
Jugend- (1,96 m,  Platz 3), Westdeutschen Junioren- (1,94 m, Platz 3)
und den Deutschen Jugendmeisterschaften (1,95 m, Platz 11) schnitt er
enttäuschend ab. Und es war nicht immer nur die weite  und verspätete
Anfahrt,  wie nach Kreuztal,  schuld.   
Dort, bei den Westfälischen Jugendmeisterschaften, gewann das Team
keinen Blumentopf. Dennis, Ronja und Sascha schlugen sich weit unter
Wert. Einzig Julien machte nach einer Woche Tauchurlaub über 100 Meter
eine  ordentliche Figur.
Trotz der ein oder anderen Niederlage nimmt jedes Mitglied des
Jugendteam mindestens einen Erfolg mit aus dem Jahr 2006. Das
Leistungsniveau hat sich erhöht. Wir freuen uns auf 2007.

 
< zurück   weiter >

© 2012 LC Solbad Ravensberg