| Trainingslager des Jugendteams in Malente |
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Während sich die meisten Menschen am Osterwochenende der freien Tage erfreuten, hatten 13 Jugendliche des LC Solbad und ihre Begleiter Gregor Winkler und Britta Hofbüker anderes im Sinn. Zum zweiten Mal nach 2003 fuhr die Gruppe des LC Solbad ins Trainingslager nach Malente.
Am Gründonnerstag ging es los. Um 11 Uhr verließen 15 Personen in 2 Bullis und einem PKW den Parkplatz am Stadion Borgholzhausen. Wir waren anscheinend nicht die einzigen, die über Ostern wegfuhren, denn bei Hamburg landeten wir in einem 18 Kilometer langen Stau. Das führte dazu, dass wir die angepeilte Ankunftszeit von 15 Uhr um knapp zwei Stunden verfehlten. Dafür konnten wir nach dem Beziehen der Zimmer sofort zum Abendessen. Nachdem wir uns gestärkt hatten, bot Gregor einen freiwilligen Waldlauf an, um die Umgebung zu erkunden. Einige werden ihr Mitkommen vielleicht bereut haben, denn der „kleine Lauf“ wurde doch etwas ausgedehnter als geplant und schließlich waren wir (mit Gehpausen) fast eine Stunde, bis zum Einbruch der Dämmerung unterwegs. Diesen ersten Tag des Trainingslagers ließen wir mit einem lockeren Spielabend im Gemeinschaftsraum ausklingen. Am nächsten Morgen, dem eigentlichen Trainingsbeginn, mussten die Jungen schon früh aus den Federn. Gregor hatte einen kleinen Waldlauf zum Wachwerden angeordnet. Danach ging es zum Frühstücksbuffet. Die erste komplette Trainingseinheit fand in der Sporthalle statt, die praktischerweise nur wenige Meter vom Wohnhaus entfernt war. Nach einem Aufwärmspiel machten wir unser übliches „Sprint-ABC“, was mehrere Übungen für die Verbesserung der Sprinttechnik beinhaltet. Danach taten wir etwas für Stabilisation und Kräftigung des Körpers. Da in der Halle ein Reck aufgebaut war, durfte auch geturnt werden. Nach dem Mittagessen und einer Mittagspause, die unter anderem zum Tischtennisspielen oder einfach zum Ausruhen genutzt wurde, ging es in den Wald. Wir liefen zum „Dreieck“, einem dreieckigen Rundkurs von geschätzten 500m Länge. Dort absolvierten wir möglichst gleichmäßige Tempoläufe mit langen Pausen zum Erholen.
Am Samstag durften die Jungen ausschlafen und die Mädchen liefen noch vor dem Frühstück eine kleine Runde durch den Wald. Nach dem Frühstück ging es erneut in den Wald, wo Gregor uns einen „Osterlauf“ ankündigte, wenngleich noch nicht Sonntag war. Wir teilten uns also in 3 Gruppen auf, von denen jede Süßigkeiten mitnahm. Alle Gruppen liefen in entgegengesetzte Richtungen mit der Aufgabe, die Süßigkeiten irgendwo im Wald zu verstecken und den Weg aufzuschreiben. Als alle Gruppen sich wieder am Startpunkt eingefunden hatten, wurden die Zettel ausgetauscht und die „Osternester“ sollten nun gesucht werden. Nach einigen Schwierigkeiten hatten schließlich alle ihre Süßigkeiten gefunden und wir kamen gerade noch passend zum Essen zurück zum Sportheim. Nach der Mittagspause ging es in den Kraftraum der Turnhalle, der zwar nicht die komplette Ausrüstung eines Fitness-Studios bieten konnte, aber für unsere Übungen vollkommen ausreichte. Nachdem alle erdenklichen Muskelpartien des Körpers trainiert waren, hatten wir Pause bis zum Abendessen. An diesem Abend nutzen wir dann zum ersten Mal die Möglichkeiten der angrenzenden Schwimmhalle. Wer noch nicht genug vom Training hatte, konnte sich dort noch mal richtig austoben Wir schafften sogar eine Pyramide aus 8 Personen, auch wenn einigen Jungen, die unten stehen mussten, auch am nächsten Tag noch Schmerzen in den Schultern verspürten. Nach dem Schwimmen fuhren wir mit den Bullis zum örtlichen Osterfeuer, die im Norden anscheinend schon am Samstagabend abgebrannt werden.
An diesem Morgen war wieder Training in der Halle. Trainingsschwerpunkt waren Hürden und Weitsprung - die Halle verfügte praktischerweise über eine Weitsprunganlage. Am Nachmittag ging es ein letztes Mal in den Wald. Wir liefen nicht weit, bis wir an eine Stelle kamen, die sich für kurze Bergsprints anbot (Foto). So sprinteten wir in mehreren Serien den Berg hinauf und lauschten in den Pausen Gregors Vorträgen über die Energiebereitstellung im Körper. Das Abendessen fiel an diesem Tag etwas kürzer aus, denn wir wollten noch in die Schwimmhalle. Dort wurden zuerst die Schwimmzeiten fürs Sportabzeichen abgenommen und später unter anderem noch mal eine Pyramide fürs Foto gebaut. Am Montag machten wir ein letztes Sprinttraining in der Halle, bei der auch die Lichtschranke zwecks Zeitmessung zum Einsatz kam. Alle waren von den vergangenen Tagen geschafft und somit stieg auch das Verletzungsrisiko mit jedem Lauf, sodass wir nach einem recht kurzen Training wieder auf die Zimmer gingen oder die Zeit im Tischtenniskeller verbrachten. Weil sie noch ein paar Tage Urlaub in Dänemark vor sich hatte, mussten wir uns schon am Montag von Britta, unserer weiblichen Begleitung trennen. Am Nachmittag war noch ein abschließendes Training im Kraftraum angesetzt. Den Abend verbrachten wir wieder im Gemeinschaftsraum. Außerdem wurden schon die ersten Taschen gepackt, denn die Bullis sollten noch vor dem Frühstück bepackt werden. So trafen wir uns am nächsten Morgen um halb 8 und gingen, nachdem alle Taschen verstaut waren, ein letztes Mal zum Essen in den Speiseraum. Gegen 9 fuhren wir los und machten uns auf die lange Fahrt Richtung Borgholzhausen. Von zwei kleinen Staus abgesehen, verlief die Rückreise ohne Probleme und so waren wir gegen halb drei wieder im heimischen Stadion wo schon alles zum Abschluss-Grillen bereitstand. Als alle Würstchen vernichtet waren, verabschiedeten wir uns, um uns in der von Gregor verordneten knapp einwöchigen Trainingspause vollständig zu erholen.
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