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MITTSOMMER-LÄUFERABEND: Victoria Willcox
souveräne Frauensiegerin über 5000 m

     Borgholzhausen (cwk). Verteilt auf drei Läufe, »finishten« 62 Männer und 13 Frauen auf der 5000-m-Distanz, dem Hauptwettbewerb des Mittsommer-Läuferabends im Ravensberger Stadion. Damit erlebte man erwartungsgemäß keinen Boom wie zuletzt, als es um Night-Cup-Punkte ging; erneut aber umkreisten stattliche Felder die Bahn.

Das dritte und schnellste, um 21.40 Uhr bei nur spärlicher Beleuchtung gestartete Rennen hatte seinen besonderen Reiz. „Die Dunkelheit war zunächst gewöhnungsbedürftig, letztlich aber kein Nachteil“, urteilte Victoria Willcox-Heidner. Die Neu-Hallerin im Trikot der LG Wilhelmshaven hatte sich hier als einzige Frau der männlichen Konkurrenz gestellt. Zu unterbieten waren die von Patricia Grewatta (LG Hamm) vorgelegten 18:09,77 Minuten. Das schaffte Victoria Willcox problemlos, für sie blieb die erstmals beim Läuferabend eingesetzte elektronische Uhr bei 17:52,90 stehen.

     „Damit bin ich voll zufrieden, die Zeit spiegelt das, was ich momentan laufen kann“, freute sich die DM-Fünfte von 2002. Beachtlich auch die Leistung der Dortmunder A-Jugendlichen Melanie Kionka, die sechs Tage nach ihrem 18. Geburtstag 18:20,67 Min. ablieferte und Gesamtdritte vor Stefanie Schadt (19:25,02) wurde. „Ich wäre gern schneller gelaufen, bin aber vor allem froh, dass der Rücken mir keine Probleme bereitet hat“, erklärte die Solbaderin. Überraschend spielte die junge Kenianerin Gladys Chepchirchir als Sechste keine Rolle. Für LC-Klassensiege sorgten Martina Kölsch (W45) und Annegret Büscher (W50).

     Auch sie hatten auf schnellere Zeiten gehofft. Aber der böige Wind, der die ansonsten fast optimalen Wetterbedingungen ein wenig verwehte, machte es allen nicht im Windschatten Laufenden schwer. So verfehlte auch der einsame »Solist« Markus Pingpank (43) sein Ziel, eine 14-er Zeit zu rennen. Aber mit 15:11,94 unterbot der im südafrikanischen Johannesburg geborene Senior (frühere Bestzeit 13:42,15) immerhin die 15:27,68 Min., mit denen er 2006 die deutsche M40-Bestenliste anführte. Bis auf den Meller Axel Keil überrundete er das gesamte Feld.

                Jörn Strothmann (LC Solbad, 16:32,02 Min./4.) zählte zu den Läufern, die ihre eigenen Erwartungen enttäuschten: „Ich hatte eine glatte 16 angepeilt; bei dem Wind lief’s dann aber doch nicht.“ Drittbester LC-Starter hinter Tobias Limberg (16:54,97) war Klassensieger Jürgen Bischof, dessen erfreuliche 17:19,16 Min. im Vorjahr nur von drei westfälischen M45-Senioren unterboten wurden. Hingegen sucht Nachwuchshoffnung Niels Beckwermert (18:08,12) weiterhin seine Bestform.

 

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© 2012 LC Solbad Ravensberg