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Milde holt Gold und Silber in Zittau Drucken

Leichtathletik: Mit 4:05,57 Min. zum 1500 m - Titel

     Zittau/Borgholzhausen (cwk). Neuer DM-Erfolg für Nils Milde: Der 32-Jährige vom LC Solbad Ravensberg setzte sich bei den nationalen Leichtathletik-Titelkämpfen der Jungsenioren gestern in Zittau über 1500 m durch und erzielte mit 4:05,57 Min. auch eine ausgezeichnete Zeit. Zuvor hatte er über 5000 m bereits »Silber« gewonnen.

      „Von meinem 1500-m-Ergebnis bin ich selbst positiv überrascht, das war ja fast wie in alten Zeiten“, freute sich Milde, der früher vor allem über 800 m erfolgreich war und mehrere Westfalentitel in der Männer-Hauptklasse gewann. In Zittau trat ein kompaktes Feld an, leicht favorisiert war der Hannoveraner Jens Wittig, der kürzlich schon knapp unter 4:05 Minuten gelaufen war, während Milde eine Saisonmarke von 4:15,65 mitbrachte.

     „Alles lief auf ein klassisches Spurtrennen hinaus. Wittig griff in der letzten Kurve an, dann habe ich richtig geknautscht“, schildert der Solbader die entscheidende Phase. Als starker Spurter dominierte er auf der Zielgeraden und gewann seinen zweiten deutschen M30-Seniorentitel nach dem 3000-m-Erfolg in der Halle. Dass er gegen die starke Konkurrenz aber noch einen Vorsprung von zweieinhalb Sekunden herauslief (Wittig folgte in 4:08,07 Min.), kam doch unerwartet.

     Starke Windböen beeinträchtigten das Abendrennen über 5000 m, in dem die 3000-m-Zwischenmarke nach 9:36 Min. passiert wurde. Titelverteidiger Torsten Matthes (LAV Halensia Halle/Saale), der 2006 in Erfurt mit 14:54,41 Min. gesiegt hatte, wurde seiner Favoritenrolle in 15:34,89 Min. gerecht. Aber Nils Milde, vom Training her mehr auf die 1500 m eingestellt, hielt sich als ungefährdeter Vizemeister achtbar und lag mit neuer persönlicher Saisonbestzeit von 15:44,67 gar nicht so weit zurück.

     Die Erfolge von Zittau motivieren den Solbader, seine Möglichkeiten auf der Bahn weiter auszuloten: „Ich hätte auch Spaß, mal wieder die 400 m zu laufen.“ Für den in Nordhessen tätigen Lehrer haben gerade die Schulferien begonnen, für Zittau erhielt er zwei Tage Sonderurlaub und konnte schon Donnerstag anreisen. Jetzt fliegt er zunächst nach Malta in den Urlaub; am 3. August will er in jedem Fall beim Marienfelder Nightcup-Finale laufen.

 
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