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Nils Milde: Zwei deutsche Meistertitel Drucken

 

Milde vollendet "doppeltes Double"

DM-Titel auf beiden Mittelstrecken. 

   HK - 1.7.08:  Kevelaer/Borgholzhausen (cwk). Einmal mehr setzte Nils Milde seine enorme Spurtkraft erfolgreich ein: Der 33-Jährige vom LC Solbad Ravensberg wurde in Kevelaer am Niederrhein Deutscher Seniorenmeister über 800 und 1500 m. Damit machte er sein »doppeltes Double« dieses Jahres perfekt; im Winter hatte er bereits die DM-Hallentitel der Jungseniorenklasse M30 über 800 und 3000 m gewonnen.

 
     Zunächst standen Freitag – leider bei starkem Wind – die 800 m auf dem Programm. „Niemand wollte die Führungsarbeit übernehmen“, berichtet Milde, der windgeschützt an vierter Stelle lief, „so entwickelte sich ein völlig verbummeltes Rennen mit Zwischenzeiten von 63,5 Sek. über 400 m und 1:34,5 Min. über 600 m.“ Erst 120 Meter vor dem Ziel sei die Post abgegangen. „Das kam mir entgegen, aber ich musste den schnellen Titelverteidiger Eugen Schelestow fürchten.“

     Aber der Würzburger Schelestow, tags darauf übrigens Vize über 400 m (50,75 Sek.), und Mildes stark verbesserter Mitstreiter aus Westfalen, Björn Möller (TV Mettingen), waren auf der Zielgeraden chancenlos. Nils Milde überrannte beide und lief mit gut fünf Metern Vorsprung zu seiner ersten Goldmedaille bei dieser DM. Mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung vor Schelestow sicherte sich Möller (2:02,72 Min.) den 2. Rang.

     Sonntag brachten dann die 1500 m eine Neuauflage dieses »Dreikampfs« – und am Ende auch dieselbe Rangfolge. Nils Milde verteidigte seinen 2007 in Zittau gewonnenen Titel. „Ich war nicht der Favorit“, betonte er angesichts der kürzlich von Möller vorgelegten Zeit: „Er blieb mit 3:57,70 Min. drei Sekunden unter meiner persönlichen Bestzeit aus früheren Jahren.“ Erstaunlich genug, dass der mehrmalige 800-m-Westfalenmeister die vier Minuten auf der längeren Mittelstrecke nie »geknackt« hat.

     Björn Möller hatte sein Heil in der Flucht gesucht und ausgangs der ersten Runde das Tempo verschärft. Doch Milde ließ nicht abreißen und auch das Feld kam noch mal heran, bevor Möller einen neuen Ausreißversuch startete – vergeblich. 60 Meter vor dem Ziel überholte ihn der Solbader und siegte in ausgezeichneten 4:03,03 Min. vor Möller (4:03,69), Schelestow (4:08,02) und sieben weiteren Konkurrenten. Trotz seiner Superform will er vorerst die Bahn meiden und bei Cityläufen antreten.

     Ohne Glanz verlief für den LC die andere Meisterschaftsveranstaltung des Wochenendes, die »Westfälischen« für A- und B-Jugend in Bielefeld. Am besten noch der 5. Dreisprung-Rang von Jasmin Kreiensiek (WJA, 10,23 m), die im Weitsprung (4,92 m/7.) unter den fünf Metern blieb. Besonders enttäuschend war der 3000-m-Lauf von Niels Beckwermert (MJB, 10:13,24 Min./10.).

 
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