| Pfeiffer und Baker beim Weihnachts-Cross siegreich |
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Aktuell: Bericht aus dem "Haller Kreisblatt" vom 17. Dez. 2007: (Claus-Werner Kreft)
Pfeiffer verbessert eigenen StreckenrekordFRAUEN-RENNEN: Rang 2 für Hermannslaufsiegerin Krull
„Streckenrekord? Ich weiß noch gar nicht, wie schnell ich gelaufen bin“, rätselte die Deutsche Marathonmeisterin noch rund zehn Minuten nach dem Überqueren der Ziellinie. Doch ihr Gesicht verriet Zufriedenheit; es war, als strahlte sie mit der Sonne um die Wette: „Alles hat heute gepasst, vom Wetter bis zur Rennkleidung.“ Da ihre Gegnerinnen zwar durchaus renommiert waren, von Beginn an aber ihrem Tempo nicht folgen konnten, orientierte sich die Titelverteidigerin an männlichen Konkurrenten. „Die waren dann jedoch etwas zu schnell für mich“, berichtete sie.
Die Parallele zu Marcus Biehl: Auch Ilona Pfeiffer punktete im Active-Cup zum dritten Mal mit der Idealziffer 1 und sicherte sich vorzeitig den Gesamtsieg. Auf das Cup-Finale, den Gütersloher Silvesterlauf, will sie dennoch nicht verzichten. Silvia Krull, die Ende April ganz überlegen Hermannslaufsiegerin wurde, reagierte überglücklich auf ihren 2. Rang und vor allem auf ihre Zeit (64:20): „Gut sechs Minuten schneller als im Vorjahr, das gibt Auftrieb. Der Lauf hat heute großen Spaß gemacht.“ Ein Gütersloher Trio aus zwei Vereinen teilte sich die Plätze 3 bis 5. Melanie Genrich (DJK), Mitinhaberin des westfälischen Halbmarathon-Mannschaftsrekordes, holte in 66:35 Min. ungefährdet »Bronze«. „So schnell sollte sie eigentlich gar nicht laufen“, verriet ihr Trainer Hans-Jürgen Böhme, „wir haben den Lauf als Aufbaurennen geplant, dafür eignet er sich zu dieser Jahreszeit optimal, von der Länge, aber auch vom Streckenprofil her.“ Gisela Steinbeck, souveräne Gewinnerin des Böckstiegel-Laufs 2007, hatte nach der Adoption eines Kindes andere Schwerpunkte gesetzt und ihr Training eingeschränkt; deshalb blieb sie als Fünfte hinter Stefanie Vergin unter Wert. Ähnliches gilt auch für Solbads Lokalmatadorin und Ex-Siegerin Antje Strothmann, deren Zeit von 75:56 Min. (Platz 14) eindeutig belegt, dass ihre 16 Kilometer diesmal den Charakter eines Trainingsrennens hatten. Wie vor zwölf Monaten unterboten nur vier Läuferinnen die 70 Minuten.
Borgholzhausen (cwk). Wieder triumphierte ein Debütant und «Überraschungsgast«, mit dem kaum jemand gerechnet hatte: Der 32-jährige Brite Steve Baker lief der keineswegs schwachen Konkurrenz auf und davon. Schon mit sicherem Vorsprung kam er aus der ersten von zwei Barenberg-Runden; einem Verfolgerduo aus Lippe – der zweimalige Sieger Marcus Biehl (LG Lage-Detmold) konnte den Top-Triathleten Maik Twelsiek noch nicht abschütteln – schien nur noch der Kampf um Rang 2 zu bleiben. Oder hatte Baker das Tempo überreizt und musste er vielleicht noch einen Einbruch fürchten? Sein lockerer Schritt deutete nicht darauf hin. Tatsächlich brachte er den Sieg problemlos ins Ziel – mit 44 Sekunden Vorsprung. „Das Rennen ist mir nicht schwer gefallen“, bestätigte er, „auch mit der Strecke bin ich gut zurechtgekommen, der Crosslauf hat bei uns in der Army ja einen hohen Stellenwert und zählt jede Woche zum Programm.“ In Sennelager ist er stationiert; sein Landsmann John Wishart, ein in Gütersloh lebender Seniorenlangstreckler, gewann ihn für das Laufen im Trikot des Post SV Gütersloh. Erstaunlich genug: Der Mann aus dem Lake District, der auch gern Bahnwettkämpfe (vor allem über 5000 m) bestreitet, läuft erst seit drei Jahren. Über 10 km hat er die 32 Minuten noch nicht geknackt. „Das soll sich aber bald ändern“, meint er, „ich trainiere inzwischen mehr.“ Marcus Biehl hat da schon mehr aufzuweisen, konnte Baker aber gestern nicht folgen. „Ich bin aber zufrieden“, unterstrich der diesjährige Gewinner des Böckstiegel-Laufs, „es war wieder ein schönes Rennen, etwas schneller wäre ich allerdings gern gelaufen.“ Maik Twelsiek, in Borgholzhausen ja schon als Duathlonsieger erfolgreich, erwies sich als harter Konkurrent. „Bei den Anstiegen ist er mir aufgrund seiner Beinkraft vom Radfahren überlegen; doch auf den Gefäll- und Flachpassagen habe ich Vorteile“, analysierte Biehl, der sich bei Kilometer 12 von Twelsiek löste. Sein Hauptziel hat er gestern erreicht: die dritte »Eins« im Active-Cup (an dem Baker nicht teilnimmt) – und das mit der Startnummer 1. Vorzeitig steht Marcus Biehl nun als Gesamtsieger der Fünferserie fest. Der Duisburger Magnus Kreth, im Vorjahr Dritter zwischen den Strothmann-Brüdern, drehte gegenüber Jörn den Spieß um und überquerte die Ziellinie auf Rang 4. Rund 40 Sekunden später kam es zum ersten mitreißenden Spurtduell auf der Kunststoffbahn des Ravensberger Stadions. Kurioser Ausgang: Der Vorjahrszweite Jörn Strothmann rang den Brackweder Thomas Heidbreder knapp nieder, wurde aber aufgrund der etwas langsameren Nettozeit hinter Heidbreder eingestuft. Auf Rang 8 spielte Dirk Strothmann nicht die gewohnte Rolle, stellte aber immerhin sicher, dass der LC Solbad erneut zweifach in den Top Ten vertreten war. Der 38-Jährige hatte in den letzten Monaten nicht mehr zu seiner Form gefunden, erst kürzlich hinderte ihn eine Erkältung am Start beim Arolser Waldmarathon. Mit seinem 20. Gesamtplatz und dem M45-Klassensieg vor Chris Bossow gab der zum LC wechselnde Lübbecker Bernd Nedderhoff eine viel versprechende Vorstellung. In der M65 setzte sich der Solbader Karl-Friedrich Anwander |
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