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Team Teuto Nord hat hohe Ziele - HK 8.Dez. 2007 Drucken
Leichtathletik: LC Solbad , TV Werther und Spvg. Versmold stellen Nachwuchskonzept vor
 
Versmold (cwk). Dass im Altkreis Halle ein neuer Anlauf genommen wird, die Leichtathletik durch Kooperation vo-ranzubringen, war schon vor einigen Wochen durchgesickert (HK vom 27. November). Jetzt erläuterten die beteiligten Vereine LC Solbad Ravensberg, Spvg. Versmold und TV Werther 04 ihre Vorstellungen bei einem Pressegespräch im Versmolder Altstadthotel. Fazit: Die vom Leichtathletik-Verband neu eröffnete Möglichkeit der Startgemeinschaft (StG) wird genutzt, aber zugleich mit höheren Zielen und Ansprüchen verbunden.

Im Namen drückt sich der Wille zur Kooperation gleich doppelt aus: Die Startgemeinschaft wurde als Team Teuto Nord angemeldet. „Gegen die Bezeichnung Altkreis Halle sprachen drei Argumente“, erklärte LC-Leichtathletiktrainer Gregor Winkler, „die Silbe »Alt« passt nicht zu unserem zukunftsorientierten Konzept, Halle ist noch nicht beteiligt und kann zudem leicht mit dem größeren Halle an der Saale verwechselt werden.“
 
 
Woite: „Stehen in Versmold vor einem Kraftakt“
Die Spvg. Versmold muss seine Leichtathletikabteilung zwar erst noch aufbauen, bringt aber „zwei Top-Veranstaltungen als Zugpferd“ ein, so Benno Woite (siehe Extra-Bericht links). Der Spvg.-Vorsitzende setzt auf die Werbewirksamkeit solcher Events: „Wer Weltklasseathleten die Hand schütteln darf, lässt sich leichter für die Leichtathletik begeistern.“
000300700Überhaupt sieht Woite in den beiden kommenden Jahren, die zunächst die Spiele in Peking und dann die WM 2009 in Berlin bringen, eine einzigartige Chance, der olympischen Kernsportart auch zwischen Werther und Versmold zum Durchbruch zu verhelfen. Die von der Elite ausgehende „Sogwirkung“ und der enge Schulterschluss zwischen den Altkreis-Vereinen sollen den Aufbruch zu neuen Ufern stützen. „Wir haben Visionen“, unterstrich Woite für die Spvg., „und eine ist die Leichtathletik.“
Weil man das von oben angehen und in schneller Zeit wachsen wolle, stehe man in Versmold vor einem Kraftakt. Vorerst müsse man beim LC Solbad („Das ist eine Marke“) in die Lehre gehen und dessen Erfahrungen nutzen. So sieht es auch der Wertheraner Abteilungsleiter Sebastian Rose, der sich optimistisch zur Zusammenarbeit äußerte: „Von diesem Austausch können wir nur profitieren.“
Die Solbader Verantwortlichen um Friedhelm Boschulte und Gregor Winkler sind sich bewusst, „dass wir vorerst mehr investieren, als für uns herausspringt“. Sie erwarten aber, dass längerfristig auch der »Vorreiter« LC von der Vernetzung profitiert. Winkler, der das sportliche Konzept umsetzen soll, vorläufig aber eher von einem Fahrplan sprechen wollte, sieht mit einer effektiven Talentsichtungs- und -förderarbeit gute Chancen für eine erfolgreiche Zukunft: „Dass unsere drei Vereine im ländlichen Raum angesiedelt sind, muss kein Nachteil sein. Außerdem liegen wir im Dreieck zwischen gleich drei Unis (Münster, Osnabrück, Bielefeld), da eröffnen sich weitere Kooperationsmöglichkeiten.“
Man ist sich aber auch über die Voraussetzungen im Klaren: Ohne ausreichende finanzielle Mittel, vor allem aber ohne qualifizierte Trainer wird sich nichts bewegen lassen. Winkler will zunächst „ein wenig zwischen den Vereinsorten rumtingeln und Anschubhilfe leisten.“ Da sich eine Startgemeinschaft vor allem an Staffeln orientiert, formuliert er hier ein sportliches Ziel: „Gemeinsam müsste es relativ leicht sein, sich über 4x100 m für eine DM zu qualifizieren.“
Darin erschöpfen sich die Ansprüche freilich nicht: Die heimische Leichtathletik soll Spitzenathleten hervorbringen und möglichst bald in der »ersten Liga« mitspielen. Auch die Erfüllung höchster Träume und Ziele wird ausdrücklich nicht ausgeschlossen: „Weshalb“, fragt Gregor Winkler, „sollten sich bei uns nicht auch künftige Olympiateilnehmer entwickeln?“

 

 
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