| Oliver Arndt: 100 Meilen unterwegs! |
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Sibbesse/Borgholzhausen (cwk). Oliver Arndt (36) gilt als Solbader Ultralangstreckler schlechthin. Kein anderer Altkreis-Läufer hat sich je auf ein Abenteuer wie den »Stunt 100« eingelassen – ein Rennen über 100 Meilen (160,9 km!), das in Sibbessen, einem kleinen Ort zwischen Hildesheim und Alfeld, ausgetragen wird. Dort hat Arndt vor zwei Jahren in einer wahren Hitzschlacht gesiegt, jetzt lief er als Zweiter ins Ziel. Den Ultralanglauf schätzt er wegen der Ruhe, die sich vom „Gehetze bei kürzeren Läufen abhebt und Zeit lässt – zum Gucken, zum Denken, zum Quatschen“. Dabei entfaltete sich vor Jahren auch überdurchschnittliches Sprinttalent in der Familie des LC-Kampfrichterobmanns und früheren Kreissportwarts Bernd-Gerhard Arndt: Der jüngere Sohn Alexander gewann 1993 Bronze bei der B-Jugend-DM über 300 m. Mehr als 500-mal so lang war die Distanz, die Oliver Arndt am Wochenende in der »Sibbesser Wildnis« absolvierte – Tag und Nacht, zu 90 Prozent über einsame Waldwege und Single-Trails, vor allem aber über insgesamt 3858 Höhenmeter. Es galt, für norddeutsche Verhältnisse schwere Steigungen im Leinebergland zu überwinden. Oliver Arndt erreichte das Ziel in persönlicher Streckenbestzeit von 23:14 Minuten, schneller war nur der Schwabe Peter Jansen (21:41). Die Konkurrenz hetzte dem überlegenen Sieger nicht nach; sportlicher Ehrgeiz spielt keine dominierende bei diesem Extremrennen, das die Organisatoren nicht offen ausschreiben, sondern durch persönliche Einladungen besetzen. Voraussetzung ist eine frühere Teilnahme oder die Empfehlung von bereits in Sibbesse gestarteten Läufern. Diesmal hielten im 28-köpfigen Feld neunzehn Aktive (unter ihnen vier Frauen) durch und sorgten für eine neue »Rekordquote«. Oliver Arndt, so heißt es im Rennbericht des Veranstalters, „erreichte das Ziel ohne erkennbare Schwierigkeiten |
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