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Berglauf am Samstag Drucken

 

Neue Strecke - Jetzt über steile Serpentinen hoch zum Luisenturm !

 30. Auflage des Berg-Einzel-Zeitlaufes 

(aus dem HALLER KREISBLATT  )

     Borgholzhausen (cwk). Deutschlands nördlichster Berglauf »nullt«: Morgen Nachmittag veranstaltet der LC Solbad sein traditionsreiches Einzel-Zeitrennen zum 30. Mal. Wie bereits gemeldet, kommt es zur zweiten Zäsur seit der Premiere 1979 in Kleekamp. 1992 wurde der Lauf nach Borgholzhausen verlegt und führt seither hinauf zum Luisenturm – jetzt erreicht die läuferische Klettertour ihr Ziel nicht mehr über Waldwege, sondern über die asphaltierten Serpentinen der Peter-Eggermont-Straße.

 
     Die Änderung erfolgte mit Rücksicht auf die Interessen der Waldbesitzer und der Jagdgenossenschaft. Obwohl auch der neue Kurs, der mit 5,1 km rund 500m Meter länger als der bisherige ist und mehr Höhenmeter (208 statt 170) einschließt, echte Herausforderungen bietet, hört man auch bedauernde Reaktionen. So meinte Ingmar Lundström am Rande des Verler Halbmarathons: „Der Reiz lag doch gerade darin, dass man auf die Uhr schaute, auf eine Bestzeit hoffte und dann immer wiedér erfahren musste, wie hart der Schlussabschnitt auf den Bergpfaden war.“

     Landschaftlich behält der Lauf seine Faszination – vor allem, wenn das Wetter mitspielt. Dirk Strothmann zeigte sich begeistert von einem Wechselspiel, das er Dienstag auf der Strecke erlebte: „Unten dicker Nebel und oben am Turm strahlender Sonnenschein über dem Wolkenmeer – ein wirklich beeindruckender Ausblick. Die Chance zeichnet sich auch für Samstag ab.“

     Die Starts erfolgen wieder im Zehn-Sekunden-Takt ab 13.30 Uhr an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße; über den Hengbergweg und die Wellingholzhauser Straße werden die Serpentinen mit ihren sieben engen Kurven und bis zu 14-prozentigen Steigungen erreicht. Nach dem Wendepunkt vor den Windrädern wartet noch ein kurzer Gefälle-Abschnitt.

     Den Organisationsstab leiten diesmal Peter Polomsky und Eckhard Kleine-Tebbe. „Wegen der Überscheidung mit dem Athen-Marathon bin ich erstmals bei einer größeren Veranstaltung des Vereins nicht vor Ort“, erklärte Friedhelm Boschulte. Der LC-Vorsitzende ist gespannt, wie der »neue« Lauf angenommen wird. Nur noch historischen Wert haben die Streckenrekorde aus dem Jahr 1996 (Theo Pyl 17:13, Antje Strothmann 20:01 Min.). Auch eine Rekordbeteiligung, wie sie vor fünf Jahren (502 Finisher) der Active-Cup ermöglichte, scheint außer Reichweite. Jetzt eröffnet der Berglauf die Solbader Marathonserie (Gesamtlänge 42,195 km), für die noch der Weihnachtscross und der Luisenturmlauf zählen.

     Lokalmatador Jörn Strothmann, der insgesamt erfolgreichste Läufer dieser Veranstaltung, will erneut antreten. 1991 in Kleekamp feierte er als 18-jähriges Jugendtalent seinen ersten Sieg, dem viele folgten – zuletzt 2004, 2005 und (mit 80 Sekunden Vorsprung) 2007. Vor zwei Jahren verdrängte ihn noch ein nachgemeldeter Spätstarter, der Wattenscheider Christian Sperling, um drei Sekunden.

     Seit jeher bezieht dieser Einzelzeitlauf seine Spannung daraus, dass ein Sieg erst nach der letzten Zielankunft endgültig feststeht. Zu den Favoritinnen zählt morgen die 22-jährige Patricia Grewatta, vor zwölf Monaten belegte sie mit mehr als zwei Minuten Rückstand den Ehrenplatz hinter Ilona Pfeiffer. Ihr Verein, die LG Hamm, stellt erneut ein großes Kontingent. Man darf gespannt sein, welche Asse der Region die Nachmeldemöglichkeit nutzen.

 
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