| Berglauf: »Premiere« mit zweifachem LC-Double |
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30. BERGLAUF: Hauchdünne Differenz zwischen Jörn und Dirk Strothmann Borgholzhausen (cwk). Doppelsiege im Männer- und Frauenrennen: Der 30. Berg-Einzelzeitlauf stand ganz im Zeichen der Lokalmatadoren vom LC Solbad Ravensberg – obwohl sich durchaus starke Konkurrenz eingefunden hatte. Bei der Premiere auf asphaltierter Serpentinenstrecke war Jörn Strothmann nur einen Sekundenbruchteil schneller als sein Bruder Dirk, während Ilona Pfeiffer rund zweieinhalb Minuten Vorsprung vor Antje Strothmann ins Ziel brachte. Bei traumhaft schönem Wetter und vor der malerischen Kulisse bunten Herbstlaubs hatte Jörn Strothmann 19:11 Min. vorgelegt. „Gut dreißig Sekunden langsamer als im Vorjahr auf der alten Strecke“, konstatierte er nach einem ersten Blick auf die Uhr. Der Seriensieger und Titelverteidiger zeigte sich zufrieden mit seinem Rennen – was die Zeit wert war, würde sich erst später zeigen. Auch die auswärtigen Gäste Rüdiger Stecker und Ulrich Sure waren unter 20 Minuten geblieben. Gespannt wartete man darauf, wie Dirk Strothmanns Antwort ausfallen würde. Er startete erst, als sein Bruder schon wieder ins Tal getrabt war. „Den Berglauf habe ich noch nie gewonnen und will das jetzt noch mal versuchen“, hatte er tags zuvor seinen Start-Entschluss begründet. Unsicher war er, ob er sich das Rennen richtig würde einteilen können. „Oben habe ich dann gemerkt, dass mir das ganz gut gelungen ist – viel mehr wäre nicht drin gewesen.“ Genau genommen, entschieden nur sechs Hundertstelsekunden darüber, welcher Strothmann im indirekten Duell die Nase vorn hatte: Jörns Zeit wurde ab-, Dirks Zeit aufgerundet; sonst wären beide nach Sekunden sogar gleich gewesen. „Auf der alten Waldstrecke hätte Jörn mir noch mehr abgenommen, da ist er einfach stärker“, urteilte Dirk Strothmann, der mit der eigenen Leistung sehr zufrieden war. Ganz knapp ging’s auch auf den Plätzen 9 bis 13 zu: Drei Läufer kamen mit je 20:36 Min. in die Wertung, unter ihnen der Solbader Elmar Remus, dem gerade noch der Sprung in die Top Ten gelang. „Ich bin nicht der geborene Bergaufläufer“, meinte der 30-Jährige. Immerhin lag Konrad Schulz, der schnellste Bielefelder Marathonläufer der Saison (2:31:16 Std. in Berlin), nur vier Sekunden vor ihm. Unter den 20 Besten reihten sich mit Jürgen Bischof, Karsten Grube und Udo Bonin drei weitere Solbader ein. Von den älteren LC-Klassensiegern imponierte vor allem »Kalle« Anwander als überlegener M65-Läufer. Bei den Frauen hatten zunächst die Seniorinnen um Beatrice Tappmeier (BellZett Bielefeld, W45) und Sabine Engels (LC Solbad, W40) mit 24:08 bzw. 24:22 Min. vorgelegt, dann die jungen Hammerinnen Patricia Grewatta (23:43) und Juliane Mozar (23:52). Noch später rollten zwei Solbad-Asse das Klassement von hinten auf – vor allem Titelverteidigerin Ilona Pfeiffer, die doch noch nachgemeldet hatte und mit enormem Speed durch die Serpentinen rannte. „Ich habe mich viel besser gefühlt als vor sechs Tagen in Verl“, freute sie sich. Mit 20:46 Min. setzte Pfeiffer ein beeindruckendes erstes Zeitmaß für den neuen Kurs, nur elf männliche Konkurrenten waren schneller. Aber auch die Streckenrekordlerin der »alten Ära«, Antje Strothmann, bewies, dass weiter mit ihr zu rechnen ist. Die gleichaltrige Sabine Engels bestätigte ihre Fortschritte erneut; zu den zehn Besten zählten auch die Versmolderin Jela Esselmann (8.) und eine gut aufgelegte Solbader W45-Seniorin Doris Potthoff, deren Vereinskolleginnen Annegret Albersmann (12.) und Marianne Niemann (13.) in der W50 und W55 dominierten. |
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