| Böckstiegellauf 2010 ein voller Erfolg |
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Knapp am Frauenrekord vorbeigeschrammt (Haller Kreisblatt vom 04.10., C-W. Kreft)HAUPTLAUF: Heckmanns Steigerung / Holländer erobert den TeutoWerther (cwk). Der 7. Böckstiegellauf hatte dem begeisterten Publikum einiges zu bieten: Ein 22-jähriger Überraschungsgast aus Holland durchlief das Zuschauerspalier als bislang jüngster Sieger und verhinderte den dritten Triumph des Solbaders Dirk Strothmann. Ihre Chance aufs »Triple« aber nutzte Kirsten Heckmann (SV Brackwede), die sogar am Streckenrekord der Kenianerin Powyo (1:09:55 Std./2005) kratzte. Zu einer neuen Bestmarke fehlten nur neun Sekunden. Und die gingen vermutlich durch ein kleines Malheur im Berg verloren: „Mein Chip hatte sich vom Laufschuh gelöst, ich musste sieben Meter zurücklaufen und ihn wieder befestigen.“ Der Rekord sei ihr vorher gar nicht bekannt und deshalb auch kein Ziel gewesen. Schneller hätte sie wohl auch sein können, wenn ihr anfangs nicht eine Fehleinschätzung unterlaufen wäre: „Ich bin einem Läufer gefolgt, den ich zu kennen glaubte. Doch leider habe ich mich geirrt, er hat mich zu überhöhtem Tempo verleitet.“ Als sie das merkte, drosselte sie die Laufgeschwindigkeit – was gar nicht so leicht gewesen sei. Kirsten Heckmann fand die Wetterbedingungen optimal und störend nur eine rutschige Waldpassage vor dem Unterqueren der Hauptstraße. Ihre Gegnerinnen hatte sie nie im Blick, auch nicht die vereinslose Hobbyläuferin Silke Pfenningschmidt, die 1998 als 16-Jährige Bielefelds hoffungsvollstes Sprinttalent war. Sie erwies sich einmal mehr als Geheimtipp. 2007 wurde ihr 2. Rang beim Hermannslauf als sportliche Sensation eingestuft – jetzt lief sie mit knapp drei Minuten Rückstand wieder auf Rang 2. Auch die Konkurrenz rätselte nach dem Zieleinlauf. „Wer war denn diese blonde Läuferin?“, fragte Mareike Walkenhorst (TSVE Bielefeld), die wie schon 2008 »Bronze« holte. Erwartungsgemäß führte Victoria Willcox-Heidner (LC Solbad) das Altkreis Aufgebot an: Als Fünfte platzierte sie sich zwischen Anja Bitter und Marion Wittler - Läuferinnen, die beim »Hermann 2010« die Spitzenplätze 2 und 4 belegt hatten. Mit Adelheid Grumbach (8.) und der erstaunlichen W55-Seniorin Marianne Niemann (10.) liefen zwei weitere Solbaderinnen in die Top Ten. „Ich bin super zufrieden, auch wenn ich den Holländer nicht mehr erreichen konnte“, bilanzierte Dirk Strothmann. Vor allem bei den Anstiegen habe er seine Wadenprobleme noch gespürt, aber zum Glück auch gemerkt, dass sie sich nicht verstärkten. Als zwei Drittel der 18 km absolviert waren, lag er genau eine halbe Minute hinter dem einsam führenden Caimin Stevens aus Enschede, aber auch einige Sekunden hinter seinem Bielefelder M40-Alterskollegen Volkmar Rolfes, der ihm zuvor schon viel weiter enteilt war. Jetzt wurde der Kampf um die drei Medaillenplätze noch einmal richtig spannend. Dirk Strothmann bekam den zweiten Wind, überholte Rolfes einen Kilometer vor dem Ziel und erkannte zu spät die Chance, vielleicht auch Stevens noch zu packen. „Der hat aber gesagt, er sei kontrolliert gelaufen. Das heißt, er hätte wohl noch zulegen können.“ Der Sieger, vor kurzem zufällig auf die Böckstiegellauf-Ausschreibung gestoßen, brachte eine 10-km-Bestzeit von 32:10 Min. mit. „Bergläufe ziehen mich an“, erklärte er, „bei uns in Holland ist es ja so flach.“ Inmitten einer Brackweder Phalanx mit dem jungen Max Ludwig, Thorsten Krüger und Sascha Heckmann, dem Ehemann der Siegerin, behauptete sich Jörn Strothmann als Siebter („Das ist für meinen Trainingszustand ganz okay“). Als nächste Solbader folgten die M45-Läufer Jens Erik Bergmann und Udo Bonin auf den Plätzen 12 und 13. Respekt verdient erneut die Leistung des M65-Klassenbesten »Kalle« Anwander (1:21:14 Std.). |
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