| Ein Wolfsburger läuft und läuft - Haller-Kreisblatt 18.12.06 |
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WEIHNACHTSCROSS: Jörn Strothmann sicherer Zweiter Borgholzhausen (cwk). Statt Winterstimmung trübes Herbstwetter; doch aus dem wolkenverhangenen Himmel löste sich kein Regen. So trafen die Aktiven bei der 34. Auflage des Borgholzhausener Weihnachtscrosslaufs noch relativ gute Bedingungen an. Der Boden war zwar hier und da ein wenig rutschig, aber doch problemlos zu belaufen. Einem Debütanten, dem Wolfsburger Sascha Diehr, gelang das am besten: Mit 54:59 Min. unterbot er Dirk Strothmanns letztjährige Siegerzeit (55:11). Als Diehr mit Vorsprung aus der ersten Barenbergrunde zurückkam, rätselten auch die Insider: Wer verbarg sich hinter dem Spitzenreiter, der in kurzer Hose und dunklem Laufdress ohne Vereinsaufschrift dem Feld enteilt war? Später stellte sich heraus, dass er mit seinem neuen Vereinskollegen Ulrich Petri, dem Active-Cupsieger 2005, aus der Volkswagenstadt angereist war. Er lief und lief, war schnell auf unbekanntem Terrain, das er nach seinem Zieleinlauf so einstufte: „Die Strecke hatte es in sich, das war kein leichtes Rennen.“ Sascha Diehrs 10-km-Bestzeit liegt bei 30:30 Min.; in den letzten Jahren hat er aber rund eine Minute mehr gebraucht. Lokalmatador und Titelverteidiger Dirk Strothmann (LC Solbad Ravensberg) war bei Halbzeit schon unerwartet klar abgeschlagen. „Fühle mich irgendwie komisch“, rief er seiner am Streckenrand stehenden Ehefrau Antje zu. Der Eindruck, dass dies nicht sein Tag war und er den Rückstand kaum würde aufholen können, bestätigte sich auch am Schluss. Zwar verlor er in der zweiten Hälfte nicht mehr so viel an Boden, kam aber über den 4. Rang hinter dem Duisburger Magnus Kreth nicht hinaus. Für Dirk Strothmann war ein Medaillenrang die Regel; eine Ausnahme bildete nur das von den Kenianern dominierte Rennen des Jahres 2003. Diesmal war sein vier Jahre jüngerer Bruder Jörn rundum zufrieden. Gegen Magnus Kreth gewann er das Duell um Platz 2 mit 17 Sekunden Vorsprung und steigerte sich auch erheblich gegenüber 2005 – von 56:48 auf 55:50. „Eigentlich bin ich zu schnell angegangen“, analysierte er, „doch letztlich war das heute kein Nachteil.“ Bis zum ersten Berg blieb er an Sascha Diehr dran, musste dann aber abreißen lassen. In Runde 2 sah er noch eine Chance, die Lücke zu schließen: „Ich hatte ihn im Blick und versuchte, ihn mit einer Tempoverschärfung auf der kürzeren Steigung zu beeindrucken. Das gelang nicht ganz, er lief einfach zu stark.“ Im Stadion war nur noch die Frage spannend, ob Diehr unter dem 55-er Limit bleiben würde. Er schaffte das mit Maßarbeit: 54:59. Die 60 Minuten unterboten zwölf Läufer – fünf mehr als auf dem glatteren Boden des letzten Jahres. Drittbester Solbader war Tobias Limberg (62:01) auf Rang 17. Jürgen Bischof, zuletzt häufiger Sieger in seiner neuen Klasse M45, musste sich gestern mit Platz 3 begnügen. Er kam zeitgleich mit seinem jüngeren LC-Kollegen Lars Lueck ins Ziel, während Routinier Andreas Ewert den aufstrebenden Andreas Faethe begleitete. Als Klassensieger in der M60 blieb Karl-Friedrich Anwander im Aufwärtstrend. |
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