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Borgholzhausen (cwk) HK vom 14.10.08
Der 46. Marathon am Baldeneysee erwies sich als "Volltreffer" für den Lc Solbad Ravensberg, der beide Mannschaftswertungen gewann. Überraschend vor allen Dingen der Erfolg des Frauen-Teams (10:40:03 Std.). Bei den Männern bezwang das Solbader Trio, dessen 8:04:41 Std. im Vorjahr nationales Top-Ten-Niveau bedeutete, den Moerser TV um 10 Minuten.
Bei noch bedecktem Himmel und ausgezeichneten Bedingungen durfte
an der Halbmarathon-Zwischenmarke auf noch schnellere Einzelzeiten gehofft
werden; aber die meisten Läufer konnten ihr Tempo in der zweiten Hälfte nicht halten.
So lag Jörn Strothmanns Durchgangszeit bei 1:17:56 Std. und auch noch viele
Kilometer danach steuerte der 35-Jährige ein Ergebnis zwischen 2:36 und 2:38
Stunden an. Dann aber musste er doch erkennen, „dass mir im Training die langen
Einheiten fehlten“. Immerhin, respektable 2:41:48 Std. brachten ihn auf den 12.
Rang; in der M35 lief er als Zweiter hinter dem Bremer Sebastian Lüning ein.
Klassenzweiter wurde auch Bernd Nedderhoff (M45), der im nächsten
Jahr schon in der M50 startberechtigt ist. Ein einziges Mal hat er bislang die
2:40 Stunden unterboten; dieses Traumziel bestimmte auch in Essen seine Motivation.
In 1:19:38 passierte er die Halbmarathonmarke – ein Zeitpolster, das nicht ganz
reichte, aber doch exzellente 2:42:01 Std. und den 13. Gesamtplatz gleich
hinter Jörn Strothmann ermöglichte. Der M45-Sieg war nur 45 Sekunden entfernt.
Über eine neue persönliche Bestzeit freute sich der auf Rang 17
einlaufende Jens-Erik Bergmann, der mit 2:44:52 Std. Achter in der besonders
stark besetzten M40 wurde. Schon bei der DM Anfang Mai in Mainz hatte er die
Form für eine solche Leistung, reizte dort aber wegen seiner Unterstützung für
Ilona Pfeiffer das eigene Potenzial nicht aus. Zur Nr. 4 im LC-Aufgebot avancierte
Norbert Molsbeck, der als 33. in 2:51:45 Std. Dritter bei den M50-Senioren wurde.
„Mit meinem Rennen und der Zeit bin ich sehr zufrieden“, erklärte er.
Molsbeck legte den Grundstein dafür, dass auch die zweite
LC-Mannschaft als Sechste mit 9:01:44 Std. noch einen Spitzenplatz erreichte.
Kay Leuteritz (95./19.M35) mit 3:04:14 und Gunnar Feicht (113./24.M45) mit
3:05:45 Std. vervollständigten das Team. Für beide wurde es in der Schlussphase
ein beschwerliches Rennen, Marathon-Debütant Leuteritz hatte zu wenige Langdistanzen
in seinem Vorbereitungstraining. Die weiteren LC-Läufer mit Zeiten unter 4 Stunden:
143. Gerd Strathkötter (40.M40) 3:10:22, 170. Peter Rostek (31.M35) 3:14:17, 243.
Oliver Arndt (50.M35) 3:20:06, 614. Harald Poppki (153.M45) 3:43:41, 698.
Jürgen Siltmann (176.M45) 3:48:08.
Marianne Niemann gelang ein sportliches Kunststück, das in jeder
Hinsicht nur Respekt verdient: Als W55-Seniorin lief sie mit 3:27:34 Std.
persönliche Bestzeit und belegte im 204-köpfigen Frauenfeld den 20. Rang. Ihre
Altersklasse gewann sie mit vier Minuten Vorsprung; bei der Senioren-EM in
Ljubljana hätte ihre Zeit die Bronzemedaille gebracht. Es zahlte sich für sie
aus, nach ebenfalls erfolgreichen »Ausflügen« zum Speedskating das Lauftraining
wieder forciert zu haben.
Als zweite Solbaderin schaffte Annemarie Bluhm-Weinhold den
Sprung unter das Dreieinhalb-Stunden-Limit: Mit 3:28:50 platzierte sie sich
insgesamt an 23. Stelle und wurde Klassensiebte in der W35. Ilka Brinkmann
(45./11.W35), die für den zweiten Halbmarathon rund zehn Minuten mehr als für
den ersten benötigte, komplettierte die Siegermannschaft mit 3:43:39 Std.
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