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Ilona Pfeiffer gewinnt Extrem-Cross - Haller-Kreisblatt Drucken

LEICHTATHLETIK: »Strongman Run« in Handorf

                Münster/Borgholzhausen (cwk). Sie läuft und läuft – fast immer in der Erfolgsspur, so auch vor zwei Tagen in Münster-Handorf. Dort stellte sich Ilona Pfeiffer (LC Solbad Ravensberg) einer besonderen Herausforderung: Beim »1. Fisherman’s Friend Strongman Run« wartete Sonntag der angeblich härteste Lauf aller Zeiten. Zuweilen fiel man aber auch weich, beispielsweise von der Nordwand, die man mit einem zwei Meter tiefen Sprung auf frisches Stroh verließ.

Auf dem sonst Panzern vorbehaltenen, welligen und schlammigen Truppenübungsplatz der Lützow-Kaserne hatten die Veranstalter weitere originelle Hindernisse vorbereitet, elf an der Zahl, die in jeder der beiden 6-km-Runden zu überwinden waren. Die fünf Meter hohe »Klagemauer« präsentierte sich als Pyramide aus Strohballen; zu überwinden waren u.a. auch die Zwickmühle und die tunnelartigen »Rattenlöcher«. Nicht weniger als 12 000 Zuschauer ließen sich von diesem Spektakel anlocken, wegen der Staugefahr an den Hindernissen war die Teilnehmerzahl auf 1600 limitiert worden.

     Bei den Männern siegte der der auch für die EM qualifizierte Deutsche 10 000-m-Vizemeister Alexander Lubina (TV Wattenscheid), der die letzte Nacht von Borgholzhausen als Neunter beendet hatte. Sein weibliches Pendant war Ilona Pfeiffer. Ihr drohte im Frauenwettbewerb keine Gefahr, ihre Hauptkonkurrentin, die auch schon beim Borgholzhausener Weihnachtscross 2004 erfolgreiche Essenerin Martina Schwanke, lag am Ende 1:25 Minuten zurück.

     Ilona Pfeiffer stellte ihre konditionelle Stärke einmal mehr unter Beweis; im thüringischen Sondershausen hat sie ja schon mal ein anderes »verrücktes« Rennen, den Unter-Tage-Marathon im ehemaligen Bergwerk, gewonnen. In Handorf kamen nur 45 Männer vor der Neu-Solbaderin ins Ziel; in 49:45 Min. ließ sie das Gros der männlichen Gegnerschaft locker hinter sich. Im Feld der 161 Frauen erreichte auch Annegret Albersmann (68:48 Min.) eine vordere Platzierung; in einer Klassenwertung, die bei diesem Extrem-Cross nicht erfolgte, hätte sie vermutlich die W50 gewonnen.

                Im Männerwettbewerb startete ein Solbader Trio, angeführt vom unverwüstlichen Jürgen Bischof. Der M45-Senior war mit 49:22 Min. noch etwas schneller als Ilona Pfeiffer und lief als 41. eine Gesamtplatzierung unter den Top 50 heraus. Michael Raabe (M40), 56:33 Min. lang unterwegs, belegte den 123. Rang; Lutz Barkey (M35) kam nach 63:63 Min. an 311. Stelle ein.
 
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