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Läufer beim Paderborner Osterlauf Drucken

 aus Haller Kreisblatt v. 14.4.09

Bericht Claus-Werner Kreft 

Ilona Pfeiffer zweitbeste Deutsche 

 

     Paderborn/Borgholzhausen (cwk). Erwartungsgemäß setzte Ilona Pfeiffer Samstagnachmittag den läuferischen Glanzpunkt im Aufgebot des LC Solbad Ravensberg. Trotz der für Mitte April ungewöhnlichen Hitze gelang ihr in Paderborn mit 1:19:08 Std. die zweitbeste Halbmarathonzeit ihrer bisherigen Laufbahn. Als Sechste hinter Susanne Hahn, die sich am Ende souverän in 1:13:19 Std. durchsetzte, und einem Quartett aus Kenia erreichte sie ihre optimale Platzierung.

 
     Man darf davon ausgehen, dass unter günstigeren Bedingungen ihr persönlicher Rekord von 1:18:02 Std. gefallen wäre. Den erzielte sie vor Jahresfrist ebenfalls beim Paderborner Osterlauf – als Dritte hinter Irina Mikitenko (diesmal Siegerin über 10 km) und der Kenianerin Kimuria. Jetzt aber war Ostafrika mit einem größeren und stärkeren Frauenteam vertreten. Immerhin, Ilona Pfeiffer ließ Genet Adeke (Äthiopien) und Eliza Chemwetich (Kenia) klar hinter sich.

     Die in den Augen regionaler Experten noch größere Überraschung: Pfeiffer deklassierte ihre ostwestfälische Kontrahentin Silvia Krull, die 2008 Bezirksrekorde im Halbmarathon (1:16:50 Std.) und im Marathon (2:38:21) aufgestellt hatte, hier aber mit 1:26:37 Std. auf Rang 11 völlig unterging. Zur Hauptkonkurrentin um den Ehrenplatz der zweitbesten Deutschen hinter WM-Kandidatin Hahn avancierte »Altmeisterin« Petra Maak (Jahrgang 1964).

     Die in der letzten Saison noch mit 1:17:50 Std. notierte Uerdingerin, auch bei der Borgholzhausener »Nacht« gleich hinter Pfeiffer eingelaufen, schob sich im vorletzten 5-km-Abschnitt vor die Solbaderin, von der sie dann aber wieder überholt und noch um dreizehn Sekunden distanziert wurde. Unter dem Strich waren Pfeiffer und ihr Coach Bernhard Hippler zufrieden, auch wenn sie gern eine 1:17-er Zeit aus Paderborn mitgenommen hätten. Beide beklagten den Mangel an Verpflegungsstationen: „Bei diesem Wetter reichten sie einfach nicht aus, das war der springende Punkt.“

     Bei den Männern unterbot Reiner Döpke (1:27:31, 6.M45) als einziger LC-Starter das Limit von anderthalb Stunden. Mehr vorgenommen hatte sich Bernhard Potthoff; doch wie viele andere scheiterte der M50-Neuling an den Temperaturen, die während des Halbmarathons auf über 25 Grad stiegen. Seine Ehefrau Doris durfte sich über eine ansprechende 10-km-Leistung freuen: Mit 44:50 Min. lief sie in der W45 den Bronzerang vor ihrer Vereinskollegin Christine Diekhaus (46:22) heraus.

     Ein talentierter »Gelegenheitsläufer« vom SC Steinhagen-Amshausen avancierte überraschend zum schnellsten Altkreis-Starter: Sebastian Mescher (36:22 Min.) belegte unter 2056 gewerteten Männern den 60. Rang. Jörn Strothmann, derzeit noch mit Trainingsrückstand belastet, hatte nachgemeldet und bildete mit Elmar Remus ein LC-Duo, das sich während des gesamten Rennens nicht aus den Augen verlor und fast gleichzeitig die Ziellinie überquerte. Die Nettozeit entschied für Remus; doch der zeigte sich von seinen 36:33 Min. tief enttäuscht: „Ich mag gar nicht über die Zeit reden. Eigentlich sollte sie zweieinhalb Minuten schneller sein; denn ich habe zuletzt wieder konsequent trainiert.“

     Ein lockeres Rennen lief Hermannslaufcoach Andreas Ewert (38:25 Min.) als M45-Siebter; Ralf Hübner belegte in der M55 den 5. Platz. Nach einer Trainingswoche mit vielen Kilometern auf Texel beschränkte sich Martina Kölsch auf den im Rahmenprogramm angebotenen 5-km-Lauf und gewann ihre neue Klasse W50.

 Altkreis-Ergebnisse

(Nettozeiten; ohne andere Angabe = LC Solbad)

     Halbmarathon – Männer: 65. Reiner Döpke (6.M45) 1:27:31 Std., 163. Bernhard Potthoff (13.M50) 1:34:36, 256. Holger Steuer (57.M40) 1:39:27; 258. Manfred Matschke (6.M55) 1:39:28, 1080. Dietmar Beiderbeck (sehbehinderter Läufer, M40) 2:12:36. – Frauen: 6. Ilona Pfeiffer (2.W30) 1:19:08 Std., 162. Melanie Krause (31.W30) 2:08:43, 256. Annemarie Henkel (1.W65) 2:22:07.

     10 km LaufMänner: 60. Sebastian Mescher (SC Steinhagen-Amshausen) 36:22 Min., 63. Elmar Remus (6.M30) 36:33, 64. Jörn Strothmann (18.M35) 36:34, 94. Andreas Ewert (7.M45) 38:25, 106. Bernd Rieke (11.M40) 38:50, 222. Ralf Hübner (5.M55) 42:17, 375. Wolfgang Klein (8.M60) 45:09, 476. Hans-Dieter Wierum (13.M55) 46:52. – Frauen: 29. Doris Potthoff (3.W45) 44:50 Min., 40. Christine Diekhaus (4.W45) 46:22, 107. Marlies Siltmann (16.W45) 51:19.

               5 km LaufFrauen: 18. Martina Kölsch (1.W50) 22:47 Min
 
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