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Nach fünf Siegen jetzt Rang 2 für Ilona Pfeiffer Drucken

Ilona Pfeiffer läuft 10 km in 36:48 Min.                                                             (HK) vom 6.12.2010

Wiedenbrück/Altkreis Halle (cwk). Eine 21-jährige Kölnerin stoppte Ilona Pfeiffers 2005 begonnene und bis 2009 nicht unterbrochene Siegesserie beim Wiedenbrücker Christkindllauf über offiziell vermessene 10 km: Hinter Jana Soethout, die zur erweiterten deutschen Juniorinnen-Spitze zählt, wurde die Solbaderin in 36:48 Min. Zweite und zeigte sich sehr zufrieden mit ihrem Abschneiden.

Ihr dritter Wettkampf nach rund neunmonatiger Verletzungspause festigte das wiedergewonnene Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit. Von ihrer Siegerzeit 2009 (36:17 Min.) war sie gar nicht so weit entfernt und schaffte spät im Jahr noch den Sprung auf einen vorderen Platz der westfälischen Bestenliste (Rang 5 vor der starken Ex-Brackwederin Nina Schüler/36:51). Die Brackwederin Kirsten Heckmann hatte in Wiedenbrück erneut das Nachsehen, in 37:26 Min. wurde sie Dritte.

„Der Fuß hat gehalten, Ilona ist die Kurven aber auch nicht so offensiv angegangen, wie man es von ihr gewohnt ist“, beobachtete ihr Coach Bernhard Hippler. Die Bedingungen hielt er für gut, der Kurs war geräumt und frei von Glätte, die Temperaturen lagen um den Gefrierpunkt. Und wieder herrschte großer Andrang: Das Ziel erreichten 810 Männer und 294 Frauen – also mehr als 1100 Aktive, aber nur wenige vom LC Solbad Ravensberg.

 Marianne Niemann (insgesamt 20.) gewann zum dritten Mal in Folge die Klasse W55 und erzielte mit 44:27 Min. auch eine respektable Zeit. Nachwuchsläuferin Fiona Mathewson war die schnellste C-Schülerin im Feld und sicherte sich mit ihrer Steigerung auf 47:36 Min.  sogar noch eine Platzierung in der Landesbestenliste der B-Jugend.

Zugleich komplettierte sie die LC-Mannschaft, die mit 2:08:51 Std. den 2. Rang hinter der DJK Gütersloh und dem TSVE Bielefeld belegte. Eine solche Altersstruktur hat noch kein Solbad-Team gehabt: 11, 35 und 57 Jahre alt sind die drei Läuferinnen, die jetzt gemeinsam auch in der westfälischen Frauen-Bestenliste stehen. Ein weiterer Klassensieg gelang Annemarie Henkel (58:32 Min.) in der W65.

Im riesigen Männerfeld mischte Dirk Strothmann vorn mit. Der 41-Jährige gewann seine Klasse und wurde mit 33:48 Min. Gesamtsiebter zwischen seinem ehemaligen LC-Vereinskollegen Ingmar Lundström (33:19) und dem Brackweder Junior Max Ludwig (34:08). Strothmann lief seine Saisonbestzeit von 33:25 Min. in Oesterweg und ist damit 2010 zweitbester westfälischer M40-Senior hinter Marcus Biehl. In Wiedenbrück wurde Kay Leuteritz (37:11 Min./31.) wie schon 2009 Zehnter in dieser Klasse, lief aber 45 Sekunden schneller.

Weitere Altkreis-Ergebnisse: 107. Wolfgang Flottmann-Schwanke (LC Solbad, 4.M50) 41:29 Min. – Frauen: 76. Mechthild Böhme (Werther, 20.W40) 50:59, 88. Heike Furtmann-Schauties (Halle, 23.W40) 52:56, 97. Britta Miernik (Steinhagen, 26.W40) 53:22.

 

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Mini-Mehrkampf-Meeting Drucken

Nachwuchs genießt sonniges Saisonfinale                                 (HK,v. 11.10.,C-W. Kreft)

LEICHTATHLETIK: Mini-Mehrkampfmeeting des LC Solbad

     Borgholzhausen (cwk). Das sonnige Herbstwetter, das zum Saisonschluss noch einmal hervorragende Leichtathletik-Bedingungen versprach, hatte trotz des Ferienbeginns zahlreiche Nachmelder angelockt. Und so durfte der LC Solbad Ravensberg sein Mini-Mehrkampfmeeting als Erfolg verbuchen. Zur lebendigen Atmosphäre in Borgholzhausens Stadion trug vor allem der starke Zuspruch beim jüngsten Nachwuchs bei.

 

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Siemke Lüdorf überlegen Drucken

Siemke Lüdorff überlegen                                                             (HK v. 04.10., C-W. Kreft)

LC-Frauensieg über 10 km

 (cwk). Ein Duo prägte das 10-km-Männerrennen: Lange blieben Peter Pauls vom Triathlon-Team Witten und der Hermannslauf-Achte Ole Krumsiek vom TSVE Bielefeld zusammen; dann löste sich Pauls und lief noch mehr als hundert Meter Vorsprung heraus. „Er meinte, mich nicht schlagen zu können, wusste aber nicht, dass ich untrainiert angetreten war“, berichtete Krumsiek später mit verschmitztem Lächeln.Dritter mit deutlichem Rückstand wurde der für den HRSC Wernigerode aktive Steinhagener Thomas Dunkel. Bei den Frauen lief Solbads 800-m-Spezialistin Siemke Lüdorff ein einsames Rennen. Vor zwölf Monaten war die inzwischen in die Altersklasse W40 aufgerückte Ärztin mit 43:56 Min. Zweite hinter Ilona Pfeiffer geworden; jetzt verbesserte sie sich um fast zwei Minuten auf 42:04, obwohl sie noch immer leichte Nachwirkungen ihres Bänderrisses vom Winter spürt.
 
Böckstiegellauf 2010 ein voller Erfolg Drucken

Knapp am Frauenrekord vorbeigeschrammt            (Haller Kreisblatt vom 04.10., C-W. Kreft)

HAUPTLAUF: Heckmanns Steigerung / Holländer erobert den Teuto 

Werther (cwk). Der 7. Böckstiegellauf hatte dem begeisterten Publikum einiges zu bieten: Ein 22-jähriger Überraschungsgast aus Holland durchlief das Zuschauerspalier als bislang jüngster Sieger und verhinderte den dritten Triumph des Solbaders Dirk Strothmann. Ihre Chance aufs »Triple« aber nutzte Kirsten Heckmann (SV Brackwede), die sogar am Streckenrekord der Kenianerin Powyo (1:09:55 Std./2005) kratzte.     

Zu einer neuen Bestmarke fehlten nur neun Sekunden. Und die gingen vermutlich durch ein kleines Malheur im Berg verloren: „Mein Chip hatte sich vom Laufschuh gelöst, ich musste sieben Meter zurücklaufen und ihn wieder befestigen.“ Der Rekord sei ihr vorher gar nicht bekannt und deshalb auch kein Ziel gewesen. Schneller hätte sie wohl auch sein können, wenn ihr anfangs nicht eine Fehleinschätzung unterlaufen wäre: „Ich bin einem Läufer gefolgt, den ich zu kennen glaubte. Doch leider habe ich mich geirrt, er hat mich zu überhöhtem Tempo verleitet.“  Als sie das merkte, drosselte sie die Laufgeschwindigkeit – was gar nicht so leicht gewesen sei. Kirsten Heckmann fand die Wetterbedingungen optimal und störend nur eine rutschige Waldpassage vor dem Unterqueren der Hauptstraße. Ihre Gegnerinnen hatte sie nie im Blick, auch nicht die vereinslose Hobbyläuferin Silke Pfenningschmidt, die 1998 als 16-Jährige Bielefelds hoffungsvollstes Sprinttalent war. Sie erwies sich einmal mehr als Geheimtipp. 2007 wurde ihr 2. Rang beim Hermannslauf als sportliche Sensation eingestuft – jetzt lief sie mit knapp drei Minuten Rückstand wieder auf Rang 2.   Auch die Konkurrenz rätselte nach dem Zieleinlauf. „Wer war denn diese blonde Läuferin?“, fragte Mareike Walkenhorst (TSVE Bielefeld), die wie schon 2008 »Bronze« holte. Erwartungsgemäß führte Victoria Willcox-Heidner (LC Solbad) das Altkreis Aufgebot an: Als Fünfte platzierte sie sich zwischen Anja Bitter und Marion Wittler - Läuferinnen, die beim »Hermann 2010« die Spitzenplätze 2 und 4 belegt hatten. Mit Adelheid Grumbach (8.) und der erstaunlichen W55-Seniorin Marianne Niemann (10.) liefen zwei weitere Solbaderinnen in die Top Ten.    

„Ich bin super zufrieden, auch wenn ich den Holländer nicht mehr erreichen konnte“, bilanzierte Dirk Strothmann. Vor allem bei den Anstiegen habe er seine Wadenprobleme noch gespürt, aber zum Glück auch gemerkt, dass sie sich nicht verstärkten. Als zwei Drittel der 18 km absolviert waren, lag er genau eine halbe Minute hinter dem einsam führenden Caimin Stevens aus Enschede, aber auch einige Sekunden hinter seinem Bielefelder M40-Alterskollegen Volkmar Rolfes, der ihm zuvor schon viel weiter enteilt war.    

Jetzt wurde der Kampf um die drei Medaillenplätze noch einmal richtig spannend. Dirk Strothmann bekam den zweiten Wind, überholte Rolfes einen Kilometer vor dem Ziel und erkannte zu spät die Chance, vielleicht auch Stevens noch zu packen. „Der hat aber gesagt, er sei kontrolliert gelaufen. Das heißt, er hätte wohl noch zulegen können.“ Der Sieger, vor kurzem zufällig auf die Böckstiegellauf-Ausschreibung gestoßen, brachte eine 10-km-Bestzeit von 32:10 Min. mit. „Bergläufe ziehen mich an“, erklärte er, „bei uns in Holland ist es ja so flach.“    

Inmitten einer Brackweder Phalanx mit dem jungen Max Ludwig, Thorsten Krüger und Sascha Heckmann, dem Ehemann der Siegerin, behauptete sich Jörn Strothmann als Siebter („Das ist für meinen Trainingszustand ganz okay“). Als nächste Solbader folgten die M45-Läufer Jens Erik Bergmann und Udo Bonin auf den Plätzen 12 und 13. Respekt verdient erneut die Leistung des M65-Klassenbesten »Kalle« Anwander (1:21:14 Std.).

 
Erfolge in Berlin Drucken

Zweitbester deutscher M50-Senior in Berlin

LEICHTATHLETIK: Nedderhoff top / Beinprobleme bremsen Engels

 


     Berlin/Borgholzhausen (cwk). Der Berlin-Marathon sprengte vorgestern einmal mehr die gewohnten Dimensionen. 3322 Finisher zählte allein die Altersklasse M50, in der Bernd Nedderhoff den Glanzpunkt im kleinen Aufgebot des LC Solbad Ravensberg setzte. Hinter dem US-Amerikaner Fred Zalokar (2:37:08 Std.), dem Spanier Lorenzo Sanchez Martin (2:41:24) und dem Siegerländer Frank Löschner (2:42:04), avancierte Nedderhoff mit 2:42:52 Std. zum zweitbesten deutschen M50-Senior im Feld.

 

     Insgesamt liefen 26 597 Männer, davon genau 200 vor dem Solbader, über die Ziellinie. „Ich bin zufrieden und habe das angestrebte Ergebnis in etwa erreicht“, bilanzierte er, „um noch schneller zu sein, hätte ich in der zweiten Hälfte nicht ein, zwei Minuten liegenlassen dürfen.“ Aber der 50-Jährige teilte sich das Rennen keineswegs  schlecht ein, legte den ersten Halbmarathon in 1:20:57, den zweiten in 1:21:55 Std. zurück.

     Sein westfälischer Konkurrent Löschner, hier nur 48 Sekunden schneller, hatte im letzten November in New York mit 2:35:20 Std. geglänzt. Nedderhoff, 2009 bekanntlich Deutscher Seniorenvizemeister, bestätigte erneut seine Zugehörigkeit zur nationalen M50-Spitze. Bei seinem dritten Marathonstart in Berlin störte er sich nur wenig am kalten und regnerischen Wetter: „Abgesehen von einigen rutschigen Stellen ließ sich eigentlich ganz gut laufen.“

     Seine Vereinskollegin Sabine Engels sah das etwas anders: „Ich hätte mir doch höhere Start-Temperaturen als neun bis zehn Grad gewünscht. Und der Regen war auch nicht angenehm.“ Die W40-Seniorin aus Werther bestritt erst ihren zweiten Marathon und trat erstmals in Berlin an, wo die Zuschauerzahl diesmal auf rund 700 000 beziffert wurde. Die Kulisse und Stimmung haben sie beeindruckt.

     Um so mehr bedauerte sie, das alles in der Schlussphase nicht mehr richtig genießen zu können: „Mein rechter Oberschenkel schmerzte wie noch nie. Ich war froh, das Rennen überhaupt zu Ende zu bringen; zuletzt musste ich mich quälen.“ Dennoch reichte es zur persönlichen Bestzeit von 3:24:42 Std. (bisher 3:25:21 beim Einstand 2009 in Essen). Nach 1:38:41 an der Halbmarathonmarke schien ein Ergebnis unter 3:20 Stunden möglich. „Von 3:19 hatte ich geträumt, doch das Bein machte nicht mit.“ Immerhin sprang in ihrer mit 1448 Läuferinnen besetzten Klasse der 50. Rang heraus, insgesamt Platz 247 unter 7430 Frauen.

     Vollauf zufrieden mit ihrer Zeit von 3:45:25 Std. zeigte sich Christine Diekhaus, die nach ihrem Verletzungspech in Essen hier gut durchkam und in ihrer Klasse W45 den 140. Platz (insgesamt 898.) belegte. Da auch Bettina Bremer (3:49:32/238.W40) unter dem 3:50-er Limit blieb, erzielte die LC-Seniorinnen mit 10:59:39 Std. zudem ein respektables Mannschaftsergebnis. Als vierte Solbaderin »finishte« Doris Bolmer (W45, 4:51:17).

     Bei den Männern leistete Jörg Hinrichs Maßarbeit und unterbot mit 2:59:08 überraschend die Traumgrenze von drei Stunden. Der LC-Triathlet bewies seine läuferische Stärke und erreichte auch eine achtbare Platzierung in seiner Klasse: Rang 302 unter 5522 M40-Senioren (insgesamt 1187.). Weitere Ergebnisse: Jürgen Abel (2552.M40) 3:47:22, Jochen Studt (549.M55) 3:56:50.

 
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