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Potenzial nicht ganz abgerufen
Ulm/Borgholzhausen (cwk). Hochspringer Sascha Greshake (LC
Solbad Ravensberg) hat mittag bei der DM in Ulm zwar die Zwei vor
das Komma gesetzt, ist dann aber an der angestrebten Höhe von 2,05 m dreimal
gescheitert. Im 14-köpfigen Feld teilte er sich mit dem Leverkusener
2,15-m-Springer Benjamin Ellerbrock (hier ebenfalls nur über 2,00 m) den 13.
Rang.
„Bei der DM gilt keine Ausrede, 2,05 m waren eigentlich Pflicht“,
erklärte Trainer Gregor Winkler, dessen Enttäuschung deutlich zu spüren war. Von
einem Versagen wollte er aber nicht sprechen; immerhin hatte Greshake bei
seiner ersten »großen« DM die Anfangshöhe von 1,95 m und anschließend die 2,00
m auf Anhieb gemeistert. „Er war motiviert und locker, beim Einspringen sprach alles
dafür, dass er sich in dieser einmaligen Stadion-Atmosphäre wohl fühlte“, so Winkler.
Diesen Eindruck hatte auch Bundestrainerin Brigitte Kurschilgen (früher
Holzapfel).
Der erste Versuch über 2,05 m war aussichtsreich; aber Greshake
hob etwas zu dicht vor der Latte ab. Auch die zweite Chance konnte er nicht
nutzen und die dritte endete in den Augen des Trainers mit „einem ziemlich
vermurksten Sprung“. Von der Tribüne aus sah Gregor Winkler dann einen
unglücklichen Sascha Greshake, der nach den DM-Regularien bis zum Abschluss des
Wettkampfs an der Anlage ausharren musste.
„Wir haben uns nichts vorzuwerfen, die Vorbereitung war gut.
Jetzt wird Sascha sein Potenzial eben bei anderen Wettkämpfen abrufen“, richtet
Winkler den Blick nach vorn. Am frühen Abend hatte auch der Athlet die leichte
Enttäuschung schon überwunden: „Für mich ist es zwar nicht wie erwartet
gelaufen, aber die DM war ein tolles Erlebnis und das Drumherum einfach top.“
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