Presse Bahn-Meeting- Bahndebütant Mescher ganz vorn Drucken

LEICHTATHLETIK: Steffi Schadt siegt am Geburtstag

  HK v. 16.8.2010 - Claus-Werner Kreft:

              Borgholzhausen (cwk). Dass mitten in den Ferien und ohne Einbindung in eine Cupserie die riesigen Teilnehmerzahlen früherer Jahre nicht erreicht werden konnten, war den Verantwortlichen um Friedhelm Boschulte vorher klar. Dennoch boten sie das 5000-m-Stadionmeeting erneut an. Es brachte spannende Rennverläufe und am Ende einen Altkreis-Doppelerfolg durch den aufstrebenden Sebastian Mescher (SC Steinhagen-Amshausen) und Solbads Lokalmatadorin Stefanie Schadt.

Letztere hatte sich – übrigens an ihrem 27. Geburtstag – für den insgesamt schwächer besetzten ersten Zeitlauf entschieden. Ohne Tempo-Unterstützung war die Junglehrerin, die in dieser Saison nicht ausreichend trainieren konnte, weitgehend auf sich allein gestellt und kämpfte sich in 19:38,16 Min. durch – deutlich vor der W40-Seniorin Magdalena Przybilla (19:55,18). Die Frage war: Würde sie im zweiten Lauf überholt werden? Postbotin Stefanie Vergin aus Gütersloh schaffte es nicht ganz und verpasste den Gesamtsieg um etwas mehr als fünf Sekunden.

     Bezogen auf ihr Alter, lieferten zwei weitere Solbaderinnen ansprechende Zeiten ab: A-Schülerin Lena Kombrink-Lübbe (W15, 20:44,49) blieb klar unter 21 Minuten; Seniorin Marianne Niemann hätte mit ihren 21:45,39 Min. sogar einen Top-Ten-Rang in der deutschen W55-Bestenliste 2009 erreicht. Dabei hatte sie noch Pech: Aufgrund eines irritierenden Zurufs wähnte sie sich nach 4600 m schon im Ziel und musste dann noch eine Runde dranhängen. „Das war schon hart, sich noch mal aufzuraffen“, so die 56-jährige Bahndebütantin.

     Im Männer-Hauptlauf hatte sich ein Gast aus Niedersachsen, Daniel Ulbrich, schon ein wenig abgesetzt, als Sebastian Mescher seine Chance witterte und zur Aufholjagd startete. Vor der Schlussrunde klebte er noch an Ulbrichs Fersen, erwies sich dann aber als spurtstärker und brachte gut zwei Sekunden Vorsprung ins Ziel. „Das war mein erster Bahnlauf überhaupt“, strahlte er nach dem Sieg in 16:22,40 Min.

     Der 25-Jährige, lange als Schwimmer im SCSA erfolgreich, will sich künftig ambitioniert dem Laufen widmen und die 5000 m in den Mittelpunkt stellen. „In Düsseldorf, wo ich im fünften Semester das Fach Pädagogik der Kindheit studiere, fehlen mir leider die Berge zum Training.“ Vor Jahren hat ihn der Harsewinkeler Firmenlauf motiviert; für eine Triathlonkarriere ist dem Schwimm- und Lauftalent der Aufwand zu hoch. Als nächste Herausforderung wartet der Böckstiegellauf.

                Einen Doppelstart im Ravensberger Stadion wagte LC-Nachwuchshoffnung Patrick Meyer (M14). Nachdem er über 1000 m nicht gefordert wurde, trat er noch über 5000 m an, übernahm in der Anfangsphase sogar mutig die Führung und wurde mit einer Zeit unter 19 Minuten belohnt.

  Hier klicken für:

Bildergalerie

 
< zurück   weiter >

© 2012 LC Solbad Ravensberg