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Pressebericht: Berglauf Drucken

Lundström und Pfeiffer gewinnen Berg-Einzelzeitlauf des LC Solbad

(HK-Presse v. 9. November 2009)

     Borgholzhausen (cwk). Spannung zeichnete auch den zweiten Berg-Einzelzeitlauf über die Serpentinenstraße aus. So deutlich die Siege letztlich ausfielen: Lange wurde spekuliert und gerätselt. Titelverteidigerin Ilona Pfeiffer war sich noch unten in der Turnhalle nicht ganz sicher, ob es gegen die Hermannslaufsiegerin Franzi Schmidt gereicht hatte. Als der Ergebnis-Aushang Gewissheit gab, vollführte sie einen Freudensprung. Im Männerrennen triumphierte Ingmar Lundström vor Dirk Strothmann.

 

     Irritationen hatten die privat mitgestoppten und im Vergleich zum Vorjahr langsameren Zeiten ausgelöst. Der Grund: Eher versehentlich war oben auf dem Berg der Wendepunkt direkt vor den Eingang des Windradparks verlegt und die Strecke damit um rund 300 Meter verlängert worden; schon deshalb brauchten die Akteure mindestens eine Minute mehr. Diese Erkenntnis wertet vor allem die Zeiten der Männer-Spitze auf, Lundström verfehlte Jörn Strothmanns Siegerzeit vom Vorjahr nur um 21 Sekunden.

     Der frühere Solbader fand erneut die Erfolgsspur im Altkreis, nachdem er schon den Böckstiegellauf vor Dirk Strothmann gewonnen hatte. Letzterer scheiterte an der eigenen Taktik: „Ich habe zu ungestüm begonnen, war an der Zwei-Kilometer-Marke noch sieben Sekunden schneller als Ingmar“, berichtete er. Vor der Abzweigung zu den Windrädern sei er dann schon sehr erschöpft gewesen. Aber durchaus noch optimistisch, weil ihm ein Blick über die Schulter zeigte, dass sein Bruder Jörn unerwartet weit zurücklag.

     Beide hatten sich abgesprochen, direkt nacheinander zu starten – Dirk zehn Sekunden vor Jörn, der nicht aufschließen konnte, sondern immer mehr an Boden verlor und am Ende als Fünfter (vor dem Triathlonspezialisten und Wahl-Borgholzhausener Daniel Knoepke) seine schwächste Platzierung bei den Bergläufen des LC Solbad registrieren musste. „Es liegt mir offenbar besser, mein eigenes Rennen zu laufen“, meinte er. Viele hatten übrigens schon gar nicht mehr mit Ingmar Lundströms Erscheinen gerechnet; doch der 27-Jährige wählte eine späte Startzeit und rollte mit beeindruckendem Speed das »Feld« von hinten auf, 20 Sekunden betrug sein Vorsprung.

     Hinter auswärtigen Gästen wie dem sogar aus Itzehoe angereisten Tim Rabe bildeten vier Solbader eine Phalanx auf den Plätzen 9 bis 12; als schnellste M45-Senioren schafften Chris Bossow und Jürgen Bischof noch den Sprung unter die Top Ten. Imponierend auch wieder LC-Oldie Karl-Friedrich Anwander, der wie im Vorjahr die M65 dominierte.

     Qualität vor Quantität: Insbesondere galt das für den mit nur einem Dutzend Läuferinnen besetzten Frauenwettbewerb. Die sieggewohnte Ilona Pfeiffer hatte viel Respekt vor der später gestarteten und 12 Jahre jüngeren Berglauf-Debütantin Franzi Schmidt, deren Fazit lautete: „Meine Form verbessert sich, aber heute war’s nicht mein Tag.“ Zufrieden mit ihrem Rennen und dem Bronzerang zeigte sich Solbads W40-Seniorin Antje Strothmann. Stark präsentierte sich auch wieder ihre Vereins- und Klassenkollegin Sabine Engels: Trotz verlängerter Strecke unterbot sie die 25 Minuten und verwies die junge Vorjahrsdritte Patricia Grewatta (LG Hamm) überraschend auf den 5. Rang.

 

Berglauf-Splitter

 

  Borgholzhausen (cwk). Letztlich konnte man froh sein, dass die Teilnehmerzahl gerade noch dreistellig war – die regnerische Witterung hatte offenbar viele abgeschreckt. Doch ab 13.30 Uhr nieselte es nur leicht, man sprach von guten Laufbedingungen. Erst als der letzte Läufer unterwegs war, goss es in Strömen. „Insgesamt haben wir noch Glück gehabt“, bilanzierte einer der Streckenposten.

     Während die schnellsten Männer das Zwanzig-Minuten-Limit ansteuerten, motivierten sich Hobbyläufer weniger anspruchsvoll, aber ebenso zielgerichtet. „Wenn’s so weiterläuft, schaffen wir es noch unter dreißig Minuten“, munterte ein Teilnehmer seinen Laufpartner auf. Trotz der Einzelstarts bildeten sich immer wieder Pärchen und kleine Gruppen; für Kommunikation sorgte auch der gemeinsame »Rücklauf« ins Tal.

               Am Steilstück der Serpentinen hatten die »Strothmänner« ihre Videokamera aufgestellt - unbewacht „im Vertrauen darauf, dass nur Läufer auf der Strecke sind“. Durch Plastikfolien vor der Nässe geschützt filmte sie alle Vorbeilaufenden. Später, vor einem Bildschirm in der Turnhalle Ost, fanden die Aufnahmen mit Zeitlupen-Einstellungen und die Laufstil-Analysen durch Dirk Strothmann großes Interesse.

 

 
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