| Rekordvorsprung für Solbads Siegerpaar - HK |
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29. BERGLAUF: Jörn Strothmann und Ilona Pfeiffer souverän Früh waren die Favoriten und Solbader Lokalmatadoren gestartet; schon vor 14 Uhr ahnte man, dass sie nicht mehr von der Spitze verdrängt werden konnten. Am Ende hatte Jörn Strothmann 80 Sekunden und Ilona Pfeiffer, die vorgestern den erwarteten »Hattrick« schaffte, sogar 2:07 Minuten Vorsprung. Dennoch wirkte der Sieger zufriedener als die Siegerin. „Gegenüber dem Vorjahr habe ich mich wohl noch etwas verbessert“, freute er sich nach seiner Zielankunft am Luisenturm. „Oh, das war meine schlechteste Zeit beim Berglauf“, kommentierte die Deutsche Marathonmeisterin eher frustriert. 2005 hatte sie in 20:56, 2006 in 20:20 gesiegt; jetzt war sie 21:11 Minuten unterwegs. Für schlechte Form sprach das aber kaum; der starke Regenguss eine Viertelstunde vor dem Start hatte die Steilpassagen oben im Berg noch morastiger, noch glatter gemacht. Patricia Grewatta (LG Hamm), elf Jahre jünger als die Solbaderin, gewann mit sechs Sekunden Differenz das Duell um Rang 2 vor Antje Strothmann, die überraschend doch angetreten war. Die zweifache Mutter verabschiedete sich mit einem Klassensieg aus der W35. Ihr Streckenrekord von 20:01 Min. blieb – kein Wunder bei diesen Bedingungen – ein weiteres Mal unangetastet. Eine weitere Ex-Spitzenläuferin, die noch für Wilhelmshaven startende Neu-Hallerin Victoria Willcox-Heidner, gab als Fünfte ihr Berglaufdebüt. Gleich hinter ihr nutzte Sabine Engels (LC Solbad) ihre Chance auf eine unerwartet gute Platzierung; in die Top Ten liefen auch noch Doris Wilken und Ingeborg Vogt. Und auf Rang 11 überzeugte Marianne Niemann als W50-Klassensiegerin. Vor zwei Jahren hatte Jörn Strothmann mit 17 Sekunden Vorsprung gewonnen, dann mit nur drei Sekunden Rückstand auf Christian Sperling äußerst knapp verloren. Jetzt ließ er dem Gewinner des Brockhagener »Zehners«, Murat Bozduman (LG Burg Wiedenbrück), nicht die Spur einer Chance. Der hatte ihn Ende Oktober beim 10-km-Sieg in Herford noch klar bezwungen; hier aber setzten sich Strothmanns Berglauf-Qualitäten überlegen durch. „Ich bin voll gelaufen, mehr ging nicht“, erklärte er nach seinem fünften Erfolg auf der aktuellen Strecke. Während Bozduman die 20 Minuten noch knapp unterbot, konnten der Hammer Stefan Siepmann (20:02) und Ostwestfalens schnellster Marathonläufer der Saison, Volkmar Rolfes (20:05), die »Schallmauer« nur streifen. Ein Kompliment verdiente sich erneut Solbads Jürgen Bischof („Es war unglaublich hart heute“), der in 20:43 Min. seinen M45-Klassensieg wiederholte und Gesamtneunter wurde. Auf Rang 14 schlug sich auch Duathlet Lukas Wilms achtbar. |
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