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Sascha Greshake Westfalenmeister Drucken

     Essen/Borgholzhausen (cwk). Sascha Greshake (LC Solbad Ravensberg) hat vorgestern in Essen seinen ersten westfälischen Hauptklassentitel gewonnen. Im Hochsprung reichten ihm 1,90 m zum Sieg, obwohl mit den Zwei-Meter-Springern Frederik Kampling aus Rheine (Bestleistung 2,05 m) und David Mundinger aus Münster (2,02 m) durchaus starke Konkurrenten am Start waren.

     Alle drei überquerten »nur« 1,90 m; Kampling musste sich wegen eines Fehlversuchs mit Rang 3 begnügen. Greshake und Mundinger meisterten 1,85 und 1,90 m auf Anhieb und scheiterten je dreimal an 1,95 m, so dass ein Stichkampf erforderlich wurde. Den verlegte das Kampfgericht auf eine eilig hergerichtete zweite Matte, weil sich die Springer des Landesverbandes Nordrhein, der in Essen ebenfalls seine Meister suchte, noch im Wettkampf befanden (sechs von ihnen übersprangen Höhen zwischen 2,11 und 2,00 m).

     Während Mundinger die Stichkampf-Höhe von 1,90 m »riss«, war Greshake im ersten Versuch erfolgreich und holte 37 Jahre nach dem Wertheraner Reinhard Heidemann wieder einen westfälischen Männer-Hochsprungtitel in den Altkreis. „Der Stichkampf war neu für mich und die Spannung in einem direkten Duell viel greifbarer“, meinte der junge Solbader, der anschließend in 16,07 Sek. Fünfter über 110 m Hürden wurde und später noch ein Einlagerennen in 16,05 Sek. abschloss.

     „Technisch sah das gut aus“, befand LC-Trainer Gregor Winkler, „aber Schnelligkeit und Kondition fehlten noch.“ Der Hintergrund: Greshake war vor drei Wochen ernsthaft erkrankt und für zehn Tage außer Gefecht gesetzt; er verlor auch sieben Kilogramm Gewicht. Statt der vermuteten Mandelentzündung stellte sich das Pfeiffersche Drüsenfieber als Ursache heraus – zum Glück scheint der Infekt glimpflicher zu verlaufen als vor Jahren bei seinem Coach Winkler.

     Dennoch, wegen der Schwächung und auch wegen des Trainingsausfalls (bis auf eine einzige Einheit) waren die Erwartungen vor dem Start in Essen, für den der Arzt ausdrücklich das Okay gegeben hatte, heruntergeschraubt worden. Athlet und Trainer hoffen nun, die Fitness bis zur Junioren-DM in zwei Wochen zu verbessern. Auch das Zehnkampfmeeting im eigenen Stadion behält Winkler im Blick: „Wir werden sehen, was noch geht; überziehen dürfen wir im Training aber auch nicht.“

 
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