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Sehenswertes Jubiläumssportfest des LC Solbad Ravensberg Drucken

 

Haller Kreisblatt v. 20.09.2011 (Claus-Werner Kreft)

Borgholzhausen. Es war buchstäblich der erste Höhepunkt beim Jubiläumssportfest des LC Solbad im Ravensberger Stadion: Kurz nach 14 Uhr begannen fünf Hochspringer mit persönlichen Bestleistungen von mindestens 2,05 m ihren Wettkampf. Der Regen hatte sich zurückgezogen, Sonnenschein trocknete den Kunststoffbelag und so boten sich plötzlich beste Bedingungen für Top-Flops.

 

Schon der Auftaktsprung des Solbader Eigengewächses Sascha Greshake deutete an, dass mit ihm zu rechnen sein würde. Als Favorit galt 2,21-m-Springer Sebastian Kneifel (Bayer Leverkusen),der aber bei 2,08 Meter scheiterte. Dann lag die Latte auf 2,11 m – zwei Zentimeter über Greshakes Saisonbestleistung. Und tatsächlich meisterte der 23-Jährige unter dem Jubel seinerFans auch diese Höhe – die bislang zweitbeste seiner Laufbahn. Auch bei drei Versuchenüber die Altkreis-Rekordhöhe von 2,14 m war der Solbader nicht chancenlos. In der deutschenRangliste 2011 kletterte er vom 20. auf den 15. Platz, unter den Top 20 dürfte er der einzige»Freizeitsportler« sein. „Ich habe gar nicht trainiert“, versicherte er, „war nur in der letzten Wocheeinmal auf der Anlage. Hoch hinaus ging’s auch auf der Stabhochsprunganlage, die fast den ersten Fünf-Meter-Sprung erlebt hätte. Westfalens aktuelle Nummer eins mit 4,92 m, der A-Jugendliche SebastianVogt (USC Bochum), hatte sich schon über 4,82 m katapultiert, als er die Latte auf 5,02 m legen ließ. „Schade, aber ich bin zufrieden“, lautete sein Fazit. Zweiter wurde der bisherige Stadionrekordler Phil Wittenbrink aus Gütersloh (4,42 m). Parallel zum Stabhochsprung spulten die 10 000-m-Läufer ihre 25 Runden ab. Einsam an der Spitze der 27-jährige Kenianer Josphat Kamzee, der am Sonntag beim Berlin-Marathon als Tempomacher agieren soll. Leichtfüßig verbesserte er den Stadionrekord des Paderborners Christian Melzer von der Westfalenmeisterschaft  2000 (30:44,92) auf 30:18,75 Min. In respektvollemAbstand folgte ihm der Solbader Elmar Remus (35:20,40), der immerhin klar vor der früheren Top-Läuferin Tegla Loroupe (38:38,66) einkam. „Ich laufe ja nicht mehr jeden Tag und bestreite eigentlich auch keineWettkämpfe mehr“, erklärte die 38-Jährige lächelnd. 1998 und 2000 hatte sie Borgholzhausen zur »Weltrekordstadt« gemacht. Lokalmatadorin Ilona Pfeiffer ließ mit 39:09,12 Min. Formrückstand erkennen. Gute Schülerleistungen über 1000m lieferten die LC-Talente Patrick Meyer (M15, 2:54,29 Min.) und PascalBirke (M13, 3:05,75) ab. Der »Tausender« beschloss ein Meeting, das sich trotz vieler Absagen sehen lassen konnte und mehr Zuschauer verdient gehabt hätte. „Vier Hochspringer über zwei Meter und weitereSpitzenleistungen, das alles sieht man ja nicht alle Tage“, zeigte sich auch der Vorsitzende des Stadtsportverbandes, Dr. Hans Scheller, beeindruckt.

 

 
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