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Solbader Medaillenregen am Baldeneysee Drucken

Essen-Marathon mit vielen Erfolgen - Schadts Marathondebüt -

Westd. u. Westfäl. Meisterschaftgewinner - Sabine Engels sammelt 6 Titel

aus HK vom 13. Okt. - v. Claus-Werner Kreft:

     Essen/Altkreis Halle (cwk). Nach dem Rennen blickte man nur in strahlende Gesichter: Der mit mehreren Marathon-Debütantinnen angetretene LC Solbad Ravensberg hatte in Essen hervorragend abgeschnitten und vor allem in der westdeutschen und westfälischen Meisterschaftswertung eine ungeahnte Zahl an Titeln und Medaillen gewonnen. Auch die vielen persönlichen Bestzeiten boten allen Grund zur Freude.

       Am Baldeneysee herrschten Laufbedingungen vom Feinsten: Ideale Temperaturen, kein störender Wind und, abgesehen von einer kurzen Nieselphase, auch kein Regen. In ihrem ersten Marathon schloss sich Stefanie Schadt einer Gruppe von Zug- und Bremsläufern für eine Endzeit von drei Stunden an. Die Halbmarathon-Zwischenmarke passierte sie nach 1:29:06 Std. und wahrte noch bis zum 33. Kilometer ihre Chance, die Zwei nach vorn zu setzen.

     „Ich hätte schon gern die drei Stunden unterboten“, räumt sie ein, „doch ein solches i-Tüpfelchen setzen zu wollen, wäre ohne Erfahrung wohl vermessen gewesen.“ Das habe ihr auch Kirsten Heckmann gesagt, die 2004 in Essen mit 3:04:14 begann und sich jetzt als Dritte auf 2:50:37 steigerte. Mit ihren 3:02:32 Std. als Gesamtfünfte und viertbeste Westfälin war Steffi Schadt letztlich hochzufrieden.

     Auf Anhieb gut geklappt habe auch die „vorher mit ein wenig Angst verbundene“ Nahrungsaufnahme. Das Fernziel einer Zeit unter drei Stunden will die 26-Jährige nicht aus den Augen verlieren. Maßgeblich trug sie auch zu bei, dass die erste LC-Frauenmannschaft (vervollständigt durch Sabine Engels und Annemarie Bluhm-Weinhold) mit 9:54:17 Std. das Zehn-Stunden-Limit unterbot und überlegen den westdeutschen Titel vor Adler Bottrop, den westfälischen vor LSF Münster gewann.

     Im Seniorenbereich »regnete« es geradezu Meisterschaftsmedaillen, hier gewann der LC je drei westdeutsche und westfälische Titel, insgesamt sechs Vizetitel und zweimal Bronze. Das Trio Doris Potthoff, Sabine Engels und Annemarie Bluhm-Weinhold blieb lange zusammen, erreichte die Halbmarathonmarke fast geschlossen zwischen 1:41:50 und 1:41:52 Stunden.

     Ab Kilometer 32 setzte sich Debütantin Engels ab. „Ich merkte, dass noch was ging“, berichtete sie, „wusste als Unerfahrene aber nicht, was mich noch erwartete. Der 3-km-Schlussabschnitt war wirklich sehr hart, der Lauf insgesamt jedoch ein großes Erlebnis.“ 3:25:21 Std. brachten ihr beide W40-Titel und einschließlich der Mannschaftssiege ein westdeutsches »Triple«. Nimmt man die Westfalen-Wertungen hinzu, holte sie fast inflationär sechs Titel auf einen Streich.

     Als Vize in der W40 bzw. W45 folgten ihre Teamgold-Kolleginnen Bluhm-Weinhold (3:26:24) und Potthoff (3:26:45). Letztere erfüllte sich – unterstützt von Peter Rostek – den Wunsch, nach ihren 3:31 von Houston erstmals unter 3:30 Stunden zu laufen. Respektabel hielt sich auch wieder W50-Seniorin Dr. Anne-Marie Calder (3:33:59) als westfälische W50-Vizemeisterin. Kaum zu fassen die Energieleistung der Debütantin Christine Diekhaus: Sie zog sich beim Aufwärmsprint eine Wadenzerrung zu, versuchte es mit geschwollenem Unterschenkel dennoch und hielt in 3:47:28 Std. durch, um dem zweiten LC-Frauenteam Bronze zu sichern.

     Bei den Männern ragte M50-Senior Norbert Molsbeck heraus, dem mit 2:55:06 das einzige Solbad-Ergebnis unter drei Stunden gelang. Er wurde in seiner Klasse westfälischer Vizemeister und Dritter bei den »Westdeutschen« Sein Klassenkollege Bernhard Potthoff freute sich über die persönliche Bestzeit von 3:08:30 Std.; Manfred Matschke (M55, 3:25:57) komplettierte das LC-Trio, das sich den doppelten Mannschaftstitel sicherte.

     Weitere Ergebnisse: Markus Majer (Physiotherapie Werther, M40) 3:20:26 Std., Peter Rostek (M35) 3:26:44, Gunnar Feicht (M45) 3:33:28, Hans-Dieter Wierum (M55) 3:50:55, Hans-Jürgen Zielke (M40, alle LC Solbad) 4:03:50. – Frauen: Hilke Engel-Majer (Physiotherapie Werther, W40) 3:53:07.

 
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