Strothmann Dritter in Davos Drucken
LC-er beim Swiss-Alpine-Marathon

     Davos/Borgholzhausen (cwk). Dirk Strothmann vom LC Solbad Ravensberg hat es wieder geschafft: Auf der Marathondistanz des renommierten Davoser Berglauf-Klassikers Swiss Alpine sicherte er sich vorgestern zum dritten Mal in Folge Bronze und wiederholte auch seinen Klassensieg in der M40. Nach dem Motto »je oller, desto doller« gelang ihm zeitlich sogar eine erneute Steigerung.

 

     Nachdem er sich 2009 bei extrem schwierigen Wetter- und Bodenverhältnissen schon um knapp zwei Minuten auf 3:28:44 Std. verbessert hatte, lief er jetzt nach 3:23:21 Std. ins Ziel. „Damit bin ich natürlich sehr zufrieden“ unterstrich der 41-Jährige. Das 42,195-km-Extremrennen im Hochgebirge bei Davos schließt nicht weniger als 1890 Höhenmeter und 1710 Meter Gefälle ein. Dirk Strothmann hielt sich anfangs zurück und hatte die rund zehnköpfige Spitzengruppe schon nicht mehr im Blick; dann aber begann er seine Aufholjagd. Er nutzte vor allem die steilen Bergaufpassagen, um einen Konkurrenten nach dem anderen zu überholen.

     „Am ersten Berg war ich auf Rang 2 vorgerückt und konnte bergab dem Französischen Trail-Champion der letzten Jahre, Thierry Breuil, folgen“, blickt er zurück, „zusammen haben wir dann den vielseitigen Engländer Huw Lobb eingeholt, dessen Bestzeit im flachen Marathon bei 2:14 Stunden steht.“ Doch am zweiten Berg wurde der Solbader leider durch Oberschenkelkrämpfe gebremst und musste das Spitzenduo davonziehen lassen; auf einem 5 km langen Downhill-Abschnitt mit 15- bis 30-prozentigem Gefälle verlor er Lobb (Endzeit 3:16:00 Std.) und Breuil (3:18:25) aus den Augen.

     14 km vor dem Ziel versorgte ihn Ehefrau Antje noch mit Extra-Proviant und so stand er das Rennen recht gut durch. Sein Vorsprung vor dem viertplatzierten Franzosen Benoit Laval (3:36:23) betrug mehr als dreizehn Minuten. Erstaunlich auch, dass er den wesentlich jüngeren Marathon-DM-Dritten von 2006, den als Mitfavorit gehandelten Dirk Schwarzbach (3:37:37/5.), so deutlich hinter sich ließ. Insgesamt wurden am Ziel 775 Finisher registriert.

     Deshalb ist auch der 21. Rang des verletzungsgeplagten Jörn Strothmann (4:01:25/5.M35) durchaus respektabel. Trotz seines Hüftproblems hatte er den Start gewagt, konnte aber seinen Vorjahrserfolg (Gesamtfünfter und Klassensieger) natürlich nicht wiederholen. Am ersten Berg lag er noch aussichtsreich auf Platz 12; doch bergab wurde das orthopädischen Handicap einfach zu groß.

     Auf der strapaziösen 78-km-Ultradistanz war der LC durch seinen sehbehinderten Ausdauersportler Dietmar Beiderbeck (13:23:26 Std./261.M40) vertreten. Und die durch großes Gedränge am Start gekennzeichneten Mini-Nachwuchsrennen absolvierten die Töchter von Antje und Dirk Strothmann mit viel Spaß – Lisa bei den 8- bis 11-Jährigen und Sarah bei den Jüngsten (bis 7 Jahre).

 
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