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Weit. Bericht JHV - aus dem HK |
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Sportler des Jahres gewählt |
16.03.09 |
Borgholzhausen (Felix). Dass sie den Wald vor lauter Bäumen nicht
mehr sähen - nein, das wollten sich die Läufer des LC Solbad nun wirklich nicht
nachsagen lassen. Gerne hatten sie das Angebot von Waldbauer Karl-Heinrich Hoyer
und Wolfgang Schulze, Mitarbeiter der Unteren Landschaftsbehörde, angenommen, in
einem kurzen Referat abzuklären, wo genau Natur und Mensch sich in die Quere
kommen. Dass die Referenten ihre Redezeit nicht einhielten, nahmen die
Lauferprobten sportlich. Am Ende der Jahreshauptversammlung des zweitgrößten
Piumer Sportvereins musste man sich aber nicht so sehr Sorgen um das
Fluchtverhalten von Rehen machen - schon eher über das von
Vereinsmitgliedern. |
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Denn bei all den Umrundungen von
gesetzlichen Bestimmungen, Eigentümerinteressen und Damwildinstinkten fehlte den
rund 100 anwesenden Sportlern am Ende vor allem eines: des Pudels Kern. Gerne
bot Wolfgang Schulze den Anwesenden an, im Rahmen einer geführten
Gruppen-Wanderung die Schönheiten der Natur zu präsentieren. Dass Sportler sich
indes zusammenrudelten, um ihre Trainingseinheiten auf den zwar gemeindlichen,
aber eben nicht gewidmeten öffentlichen Wegen zu absolvieren - dagegen sprächen
auf Dauer die gesetzlichen Bestimmungen.
Wie im Südkreis bereits erfolgt,
wolle man auch im Bereich Borgholzhausen - in Zusammenarbeit mit den
Sportvereinen - ein Wegenetz festlegen. Zu einer ausführlichen Diskussion fehlte
den Mitgliedern nach gut dreistündiger Sitzung letztendlich die Muße. Lediglich
Peter Polomsky, Organisator des umstrittenen Luisenturmlaufes, stellte in Frage,
warum der Naturschutz an der niedersächsischen Grenze eigentümlicherweise
ende.
So unergiebig die Jahreshauptversammlung des LC Solbad in diesem Punkt
auch war - begonnen hatte sie mit durchweg erfreulichen Nachrichten: Für ihre
besonderen sportlichen Erfolge wurden Jens-Erik Bergmann, Ilona Pfeiffer, Kevin
Hofbüker, Isabel Dickob, Karoline Scheck, Max Köhne, Markus Pape, Karoline
Kierzkowski, Elke Kahmann sowie die Radsportler Joachim Möller, Helmut Voßpeter,
Sieglinde Langner und Manfred Langner ausgezeichnet.
Langjährige Treue zum
Verein, der im kommenden Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiern wird, bewiesen
Rainer Potthast, Ewald Karnarth, Peter Maisel, Heike Hohnhorst, Christian
Bandemer und Hildegard Bartelsmeier. Sie gehören bereits seit 25 Jahren dem
Sportverein an, der aktuell 821 Mitglieder in seinen Reihen zählt.
Für ihr
besonderes ehrenamtliches Engagement wurden zudem Hermann Halff, Dieter Stumpe
und Margitta Tschöpe geehrt. Als Nachfolgerin der langjährigen
Mitglieder-Verwalterin wurde Christiane Meyer-Flottmann vorgestellt.
Dass der
LC Solbad mit einem stolzen Plus ins neue Geschäftsjahr startet - das hörten die
Mitglieder aus dem Mund von Finanzvorstand Jutta Stolle gern. Zwar beantragten
die Kassenprüfer Rolf Schimmel und Birgit Diekmann Entlastung, bemängelten
allerdings zuvor, dass einige Belege über kleinere Beträge nicht einzusehen
gewesen waren. „Man hat uns zugesagt, dass diese bis zum 30. April nachgereicht
werden”, betonte Rolf Schimmel, der für eine weitere Periode als Kassenprüfer
gewählt wurde.
Solbad-Vorsitzender Friedhelm Boschulte hatte in seinem
Jahresrückblick an die 15 Veranstaltungen erinnert, die der LC Solbad 2008
durchgeführt hatte. 5 925 Teilnehmer waren dabei an den Start gegangen: „Das ist
schon eine Hausnummer für sich”, freute sich Boschulte. Mit Sorge betrachtete
der Vorsitzende, der seit 39 Jahren im Amt ist, die Entwicklung der
Ganztagsschulen: „Viele Kinder haben nicht mehr die Möglichkeit, in den
Nachmittagsstunden am Vereinssport teilzunehmen.” Gut etabliert hätten sich
indes die neuen Abteilungsstrukturen. „Lediglich die Bildung der Abteilungen
»Klassische Leichtathletik« und »Laufsport« muss jetzt noch
erfolgen.”
Diskussionsbedarf löste die Frage nach dem Fortbestand der »Solbad
Nachrichten« aus. Da der Wartungsvertrag für die Druckmaschine ausliefe, müsse
man sich entscheiden, ob eine neue Maschine angeschafft werden solle. Dies
könnte dazu führen, dass die »Solbad Nachrichten« nicht mehr gratis zu beziehen
wären, sondern zehn Euro im Jahr kosten würden. „Warum legen wir das nicht
einfach auf alle Mitglieder um und beschließen eine Beitragserhöhung?” schlug
Andreas Ewert vor. Der Vorteil: „Der Kostenanteil je Mitglied wäre dann doch
noch geringer.” |
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